everything BuT

Erfolg.

Und jetzt alleine.

Das war es wert, wirklich. Sprecht weiter auf euch ein. Dann guckt in euch hinein, um euch herum, das ist es: euer Leben.

Gerade noch gelacht, schon der erste Kredit für ein Kleindorf- Vorstadt Häuschen gekauft. Lage, TOP. Wenig befahrene, so genannte Dorfstraße. Gangs: 0. Kriminalitätsrate: 0. Einkaufszentren:0. Nächste Bäckerei 15 km entfernt. Dann werden die Kinder nicht so schnell fett. Sie sollen sowieso im Dreck spielen, gut fürs Immundingens. Und dann gehts gerade noch weiter. Nächster Swingerclub: 33 km, Eintritt für Pärchen an jedem dritten Donnerstag im Monat stark rabbatiert.

Der Arbeitgeber wird hoch gelobt, ist auch alles Öko was dort produziert wird. Und die Nachbarn, ach, die sind nett. Fünf sehr alte, zwei ältere, und ein in etwa gleichaltriges Ehepaar leben dort auch.
Diese herrliche Ruhe wird nur vom Pockenhusten der Kleinen (3) durchdrungen, aber das geht schon weg, sagt der Arzt. Der wohnt hier im Übrigen (einer der fünf sehr alten Paare) seit seiner Geburt. Seither hat sich das Dorf stark vergrößert, sagt er. (13 Häuser, 1 Mini-Reihenhaus-”Siedlung”)

Da sitzt ihr nun, schwer gefüttert mit ausbalancierter Kost und verdreckter, tobend und schreiender Brut und sehnt euch nach den Zeiten: in der Stadt. Ohne Kinder. Mit vielen Freunden.
Wieso konnte die Stadt es euch nur nicht recht machen. Ihr wart immer nett zu ihr, Mülltrennung im 13 Stock, Musik ohne Bässe und Gegrillt wurde nur mit Elektro. Staubsaugen und Waschgänge nach 22 Uhr waren tabu, gelacht wurde viel und Kiffen konnte man immer im Park. Aber es ist doch hübsch hier, guck mal, dort ist sogar ein eigener Garten vor der Haustüre. Blöd nur, dass es irgendwie keinen mehr interessiert.

scoring everything but else

You think hello world. Take your stuff, put your face on, put your mind on and into friendly mood. You hand out a smile.
You paint the thin skin around your eyes. Goldish with a hint of blue. Gorgeous.

You turn around, again and again. Look at your ass- perfekt. Nice, not too big, not too slim, round with little sickles in it. Wow. Here you go. Belly – niiiiice work. Tits- perfect.

Cigarette between your lips, sunglasses on your face, fucking hell, you’re sexy, hot, stylish and you know that you are.

You’re grown up now. No one tells you to stay at home, wear longer shirts or a BH. No one. Sometimes you hate it.

The older you get the more you see, there’s nothin to be easily done. And that sometimes it is nice if someone tells you, to better wear a jacked. Past two weeks you got sad more often, remembering the job of your parents. Haven’t visit them for a long time, did you? When was the last time you loved being free? How often it happened that it was just work for you. Did so many things not for you but for the world- which never gave a shit. A few few times, yeah. But even then, never as you thought you deserve it.

It wasn’t that bad.

And now; get out and play. In the sunshine. The warm air. With your drugs in your head your mother and father always warned you of. Because- the love you. When it begun giving a shit. You forgot.

Sad girl. Happy girl. Today you heart the world. Will it heart you back?

Übertragbare (Sehn)Süchte

Versuchen sich von etwas Altem zu lösen und in etwas Neues zu starten? Glaubst du tapfer daran, dass alles super wird? Dafür hast du viel gelernt, einiges weg gesteckt und bist dir jetzt sicher alles wird anders. Heute ist der erste Tag. Vom. Rest. Deines. Lebens.

Dann fühlst du dich alleine. Gegen alle. Wo sind sie hin die Geschichten? Keiner jubelt dir zu für diesen großen Schritt? Was hast du erwartet?

Dann löffelst du sie aus- die Suppe. Den Rest, der noch übrig ist. Schleimig und kalt, aber alles was sie dir übrig gelassen haben. Hier in der neuen Welt. Du weißt noch immer nicht, was das eigentlich soll. Wo du selbst stehst. Dein Lächeln ist eine Zierde geworden, damit niemand sieht, dass du alles, was du bisher zu verstehen geglaubt hattest, nicht mehr brauchst. Du brauchst ja so viel mehr. Und weißt gar nichts mehr. Verstehst nichts mehr. Du trauriger Odeon.

Da siehst du so toll aus, bist so schnell geworden und auch die funkelnden Augen von vor einer Weile, die auf dich gerichtet waren, gehen dir nicht mehr aus dem Kopf. Hier kennen sie dich nicht, die anderen Augen. Die Leere aus deinem Innern will sich mit dem Verlangen nach mehr füllen. Aber du weißt einfach nicht, woher du es nehmen sollst. Ob alles richtig war? Beschissen zu erkennen, dass es so etwas wie richtig oder falsch nicht gibt. Wo anders fragt da keiner mehr nach. Und wenn doch mal- gerätst du ins Stottern. Wie gerne hättest du auch mal sichere und klare Wünsche. Nun, wo du dir den ersten versiebt hast, scheint der Rest nur grau und schal.

Odeon, tanze weiter.
Odeon, du bist nicht alleine, doch das weiß niemand, der alleine ist.
Odeon, nur die erstmals Schwachen haben am Ende genügend Kraft, den nächsten Kampf bis zum Morgengrauen zu überstehen.
Odeon, du kleiner Held, verliere deinen Glauben nicht. Denn der Phönix, aber wem erzähle ich das, er ist doch -welch Wunder- entstanden aus seiner eigenen Asche. Und keiner half ihm hoch.

Jetzt noch den Rest der Witze

Wenn es verbissen wird, beginnst du, loszulassen. Die kleine Magie, die dich umgibt, hat mich dabei schon immer wie wahnsinnig fasziniert. Du lässt dann los, als wäre nichts gewesen, die einzigen Verräter in diesen Sekunden sind deine feuchten Augen und Tränen die schreien: es ist aus und vorbei. Sonst nichts. Keine Mimik, keine Gestik, einfach nur dein Rücken und deine verschwindende Silhouette.

Da ist mein ein stolpernder, kleiner Geist, und wird zu etwas gemacht durch jemanden, der einen so sieht wie man gar nicht ahnte sein zu können. Es ist ein Zauber, nur mit mehr Schweiß, Küssen und Intimbehaarung.
Es ist soweit, dass weißt du selbst, von allem zu entfliehen und Peter Pan wieder hinein zu lassen.
Am Tag drauf schreist du wie wild um dich: denn ich werde nie Peter Pan sein, aber gestern waren wir dennoch im Nimmerland.

Es sind die Dinge, mit denen keiner rechnet. Die einen verändern, manchmal merken wir es sogar, oft so so spät. Kein Frühmerken um das Dümmste zu verhindern. Und bevor wir uns umdrehen um uns wieder in unseren Körpern zu verstecken, denken wir dann vielleicht noch kurz: schade, es war doch ganz schön. Aber nun weiter, nur weniger Gelächter.

Anger screaming red wings error

Your face breaks away. The mirror starts screaming at you. Punches in your mouth. Taste of red comes into your mind. It stops. Starts- tells you, to fuck it all off. Fuck it all away. The walls start laughing at you. Your fists doesn’t hesitate a second. PUNCH. It hurts like a warm blanket on your freezing soul. Again. And again. You’re in a rage. Watching yourself from outside. Having a room full of enemies. Walls. Cupboards. Tv. Everything.

The sun on the next morning, the glass all over the floor, the pulse in your broken fingerbones tell you the story of tonight. The fight. But who won now?

age of you don’t have to decide anymore

 

so pack your bag and come back home. moments of disadvantage

..don’t look at me that way.

…i’ll haunt you like a ghost.

…cigarettes and outa space.

…don’t ever forget that.

…i am wasted.

 

 

Unerschrocken im Niemandsland

Irgendjemand hat hier getobt. Sauber. Alles ist futsch.
Als wir vor zwanzig Jahren noch hier waren, oder sollte ich sagen, schon mal hier waren, da hat alles geleuchtet und geglänzt. Nach frisch gebohnerten Holz hatte es gerochen, kann ich mich erinnern, als wär’s gestern. Und Farben. Überall schöne Farben. Jetzt nicht bunt oder so. Sondern richtig schön ausgewogen, so wie es eben ist, wenn jemand etwas von Kombination aus Farben versteht. Wie ein hübscher Blumenstrauß, eben nicht übertrieben, aber schon mit einer Menge Arbeit verbunden. Da freut man sich wirklich doppelt. Erstens: man kann es sehen. Und zweitens: man ist dabei. Wirklich schade, denn eigentlich unmöglich, jemandem so was zu beschreiben. Ernsthaft, das geht meistens nach hinten los. “Stell dir vor, es war echt.. gelungen. Ich will nicht sagen schön, denn es war ja keine Frau oder ein leckerer Kerl, sondern einfach nur, naja, ein Raum.”

Sei es drum. Jetzt waren die Farben der Zeit gewichen. Und nicht waren. Sondern sind. Es sieht nicht so aus, als wolle hier jemand irgendwann irgendwas pflegen. Denn selbst, wenn hier mal jemand aufräumen würde, oder wischen, Staub weg und Pflege der Nostalgie betreiben, dann wär’s schon ein ziemlich gelungenes Stück schöner. Dann wüsste man zumindest was für einen Eindruck all das hinterlassen hat, oder noch hinterlassen kann, wenn es leuchtet.

Du fasst mich an meiner Hand. Ich kenne den Griff und muss lächeln. Zart und bestimmend greift deine Hand zu, nachdem sie vorsichtig und auf Ablehnung wartend erst nach der richtigen Position gesucht hat… die Hand muss in der Hand liegen, sagst du immer. Dann ziehst du, wir laufen die Treppen runter, der samtige Teppich unter uns, seine besten Jahre schon vorbei, aber die Ahnung und die Erinnerung lassen ihn für das kurze Stück wieder zu dem werden, was er mal war: majestätisch. Ein dunkelroter Teppich, der alles hier drin bedeckt. Er hat seine Farbe verloren- wie alles hier- aber auch verblasst und ins grau wandernd ist er noch genau so beeindruckend resistent  wie damals, in unserer Erinnerung.

Wir rennen hinunter, du lässt meine Hand los und Springst in einem Satz auf die Bühne. Der Holzboden begrüßt dich knarrend, als ob sich ein sehr alter Freund freut, endlich mal wieder ehrlichen Besuch zu bekommen. Du beginnst zu tanzen, dich zu drehen wie eine Ballerina, der Boden unter dir begleitet jeden deiner Schritte mit einem quietschen und knarren. Deine enge Jeans wird zu einem Tutu, dein T-shirt passt sich jeder deiner Bewegungen an, die Silhouette deiner Brüste zeichnen sich sanft hindurch, und du tänzelst. Dabei singst du furchtbar schief und unerkennbar vor dich hin, aber der Raum füllt sich mit einem Seufzen, als ob er froh wäre, dass endlich mal wieder jemand kommt, der ihn gern hat, der ihn so sieht, so sehen kann, wie er einst war. Mit all dem Stolz, der Schönheit, dem Mut und dem Lachen. Jetzt bist du die einzige die Lacht, ich stehe unten und muss schmunzeln.

Als ich weiter durch die Stuhlreihen gehe, über zerbrochene Sitze steige, Mäuse in die Flucht schlage, und noch immer dein Gesang höre wird mir warm ums Herz. Das ist schön. Hier. Ich setze mich auf einen unramponierten, blass weinroten Sessel, versinke in Ihm und schaue dir zu. Du wunderschöne. Dein Pferdeschwanz jagt deinen Bewegungen hinterher, das matte Vollmondlicht bricht sich beinahe kitschig, wie ein gewollter Scheinwerfer durch die Fenster an der Decke. Ein wunderschön skurriles Schauspiel erlebe ich mit.

Dann stockst du, mitten im Tanz. Läufst, langsam und stampfenden Schrittes, in Richtung des einfallenden Mondlichts. Dort hältst du inne. Dein Gesicht wendet sich dem Fenster zu. “Oh ihr Geister”.. sagst du laut, aber flüsternd “wo seit ihr hin? Warum seit ihr fort? Seht ihr nicht mein schweres Herz in stürmischen Zeiten?” Du entfernst dich, langsamen Schrittes in Richtung der Mitte der Bühne, dort, wo ein weiterer Fleck beleuchtet wird. Du reckst dein Gesicht jetzt in Richtung des Publikums, für mich ist es, als sei der gebannte Saal plötzlich voll, als würden die Farben leuchten und der Raum schmunzeln, gebannt von deiner Darbietung, was auch immer das sein mochte, aber es war etwas… gruselig: “Oh ihr GEISTER” du wurdest LAUT, “wir hatten einen Pakt. Ich brach ihn nicht. Und ihr seit hinfort. Vergessen und zurückgelassen die Schönheit und den Mut, ihr seit FEIGE.” Du drehst dich mit dem Rücken zum Publikum. “IHR HABT MICH VERRATEN.”… du läufst nach hinten. Hältst inne, drehst dich um, nur noch dein Gesicht ist jetzt beleuchtet. “kommt wieder. Hier wartet ein verlorenes Leben darauf, mit Würde behandelt und nicht mit den Füßen getreten zu werden.”

 

was sagt..Mann…dazu

Du bist so herrlich schwul, dass ich kotzen könnte.
Immer. Nur. Schwul.
Du gehst los, zack, Pornos in einer Videoausstellung angucken. Das ist soooo Kunst, da werden Kerle von Frauen in den Arsch gefickt, schwul, hardcore, das muss man doch sehen.

Du belegst Seminare.
Ficken. Schwanz in der Hand. Schwanz fickt Totenkopf. Du bist so dermaßen extravagant, so derbe individuell, so unglaublich DÜNN, so GEIL, kannst dir tausend mal einen wichsen und bist stolz auf die Stoppeln in deinem Gesicht.
Bist stolz auf dich, dein Sperma, deinen kleinen, untrainierten Arsch, darauf, dass du in die große Stadt kommst und schon so viel weißt. Die Stadt wartet nur auf dich. Erzähle ihr bitte alle deine spannenden Geschichten.
Und, ach, du stehst gar nicht auf Frauen?
Und da erzählst du von deinen tollen Freundinnen. Oh, sie kaufen auch nur second Hand. *boring*.

So wie du. Marke? Du bist hier die Marke. Verdammt. Um so kälter es wird, desto mehr Kleidungsschichten stapelst du über deinem dürren Körper, bis es dir warm ist. Und schimpfst, wenn jemand anders… anders ist.

Lesen lesen lesen, schreiben, ab in die Gallerie und einen Schwanz lutschen, denn du bist eine monogame Schwucke. Wie dein Freund. Endlich in eine Wohnung. Zusammen. Endlich durchgehend schwul sein können.

Danke, dass du es warst, der großkotzig Regan von seinem ach so amerikanischen Thron gestoßen hast.

Ich schenke dir einen Welpen zum Geburtstag.

wenn es geht

Und du wartest und wartest und weißt tief in dir, da wird nie was kommen. Das ist es. Wenn du es selbst nicht änderst, wird auch es sich nicht ändern.
All den Träumen zum trotz verhält sich die Realität jedes Mal, wieder und wieder, wie ein sturer, alter Bock, der einfach keine Lust hat.

Trotzdem du jetzt da draußen bist.
Trotzdem du jetzt so schön geworden bist, und gebildet, kannst singen und tanzen, ja, sogar mal “nein” sagen. Du bist ja so stolz auf dich.

Und dennoch, deine Kehle wie zugeschnürt. Wieso nur, mein Schatz, was ist denn nur los?
Da träumst du hinfort, eine schillernde Träne rollt säufzend deine wunderschöne Backe hinunter und tropft, einsam und leise, beinahe ungesehen auf den schwarzen Asphalt, der nichts weiter damit anzufangen weiß, als es geschehen zu lassen.

C’est la vie, mon cheri. Müde stimmst du ein Lied in deinen Gedanken an, noch müder erinnerst du dich, an das, was du dachtest, dass es mal sein würde. Ohne daran gedacht zu haben, dass alles und jeder und jede andere/r genau so denken, nur eben mit anderen Gefühlen.

Nein, du bist du. Und ja, dass lässt sich nicht ändern.

Du verlierst dich in tiefen kleidern, braunen Augen, schnellen Schuhen und gesprochenen Wörtern, denen der Mumm fehlt, so gemeint wie gesprochen zu sein. Du verzweifelst an deinem Vertrauen, applaudierst den gefallenen Farben wenn der Herbst erneut Einzug erhält und dir zeigt: nichts hält ewig. Auch nicht du, schöne Blume. Drum blühe, bevor du welkst. Und auch wenn du welkst, verliere dein Lachen nicht, denn du weißt doch: Rock’n Roll stirbt nie.

 

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