Danke es war sehr schön

Wie immer ein bunter Strauß aus Gefühlen. Dieses Mal etwas mehr Klos im Hals, trotzdem war es wunderbar, zwischendrin entspannt, dann wieder der Kloß. Wäre er greifbarer, das wäre etwas feines, doch meistens bleibt er schrecklich undefiniert, schleierhaft, einfach da, wenig Kontur, nur eine Ahnung, die aber auch täuschen kann.

Die Gedanken lernt man mal mehr, mal weniger gut zu kontrollieren, was nicht so gut klappt ist Selbiges mit den Gefühlen zu machen.

Umsteigen, in einen weiteren Zug, es ist wie es ist, einen Teil lässt man da, einen anderen nimmt man mit.

Geht es dir gut? Hast du jemand, der etwas auf dich achtet? Bei dem du dich wohl fühlst und der dich inspiriert? Der Träume nimmt und versucht ihnen Laufen beizubringen?
Passt du gut auf dich auf, bist rücksichtsvoll mit dir und hast immer ein paar Minuten für dich, um dir zuzuhören?

Es ist schon wieder eine Weile her und beim letzten Mal baten wir uns gegenseitig, das jeweilige Lächeln nicht zu verlieren, hauptsächlich innerlich. Bist du tapfer?

Die Welt hat so häufig die Eigenart dich erst in den Arm zu nehmen und dich zu wärmen und ein paar gefühlte Augenblicke später mit einem fiesen Grinsen links liegen zu lassen: du hättest Erwartungen nicht erfüllt.
Du weißt wie immer nicht, von was genau die Rede ist, hast du doch gelernt, Erwartungen sind selbst gemacht und haben in den seltensten Fällen etwas mit dem oder derjenigen zu tun, an den oder die sie ‚gestellt‘ werden.

Ich schicke die einen Lächler, fühl dich umarmt und vergib dir selbst.

Klingt alles esoterisch?
Jaja.

Um einiges

Sitzend, seit Stunden, einfach da. Irgendwo ist mit Sicherheit auch Welt, sogar hier drinnen, aber nicht an diesem Tisch, so fühlt es sich an. Die Leere, die nur zu dieser wird, weil man sie zu dieser starrt, starrt zurück und guckt dabei besonders streng. Als hätte man etwas verbrochen. Ein vorwurfsvolles Glotzen gefolgt von brüllender Stille.

Es tut sich trotzdem nichts. Vor dem Fenster ist Hitze. Das sagt das Thermometer neben dem Monitor. Sie erhöht sich schleichend aber kontinuierlich. Wie ein schlechter Film, dessen Ende man kaum erwarten kann aber aus Höflichkeit bleibt man still sitzen und folgt der ‚Handlung‘.

Leichte Schleierwolken haben sich vor das blassblau des Mittagshimmels geschoben, man wünscht sich heimlich Regen, dann könnte man zumindest irgend etwas beobachten.
Der Monitor ermahnt beim Hinsehen, den Kursor mit Buchstaben und klugen Sätzen weiter gen Ende rennen zu lassen. Heimlich wünschen die Finger, dass sie an einem smarten, schnellen und pfiffigen Körper hängen würden. Tippseln, hier da, einfügen, Fußnote, Querverweiß, siehe Kapitel XY, fertig, zack, Monitor aus und vielleicht mal wieder Sex haben.

Schleierwolken also.

DoNotHaveAnyFearMyDear

Level für Level für Level

Die Jagd hat begonnen. Und läuft schon ewig. Immer jemand, der scharf schießt, obwohl er nicht mal richtig zielen gelernt hat. Und nachher trifft es einen von uns. Zack. Eine madige, unverdiente Kugel in unserem über die Jahre etwas labbrig gewordenen Fleisch. Ein Gefühl wie ein widerlicher Stich, ein Gewabbel wie ein Stich in einen Wackelpudding. Der Effekt? Die einen zucken mit den Schultern, mal wieder ein Knall, ein Schuss. Die anderen, zugezogenen, erschrecken kurz, gucken und verstecken sind gleichzeitig, wie das immer aussieht. Unbeholfen hüpfen sie neugierig umher, ja nichts verpassen und bloß nicht erwischt werden oder selbst Teil des aktiven Geschehens werden, Gott bewahre, diese Atheisten.
Da steht man da, durchbohrt von einem verpeilten Angriff, weh tuts trotzdem. Ein wenig Blut hier und da, das wird wieder ein Prozedere, bis man diese olle, neue Wunde zum Schweigen gebracht hat, gestopft und die Narbe dann so weit verblasst, dass man sie nicht wieder jedem zweiten erklären muss.

Wer schwächelt, das ist eh schon lang klar, verliert. Wer zu wenig Puste hat, wird abgehängt. Unklar bleibt dann zwar, von was abgehängt und wo hin gehängt, ob stehend oder liegend, juckt dann all die nervösen Jagdkäfer nicht, die heftig flatternd der Zukunft hinterher hetzen.

Wenn sie könnten würden sie doppelte Lichtgeschwindigkeit rennen, dabei alles mitbekommen, geil geil geil.
Noch eben diese komplizierte Arbeit fertig, wisch und weg. Da vorne das nächste #lifegoal. Machen Videos von sich, sind aber nicht mal sonderlich bekannt, benehmen sich aber so, bekannt. Was auch immer das sein soll, oder wie auch immer ein solches Verhalten gehen soll. Albern anderen nach. Und dann sitzt man mit den vielen Jägern alleine in einem Raum.
Und irgendwann nur noch mit einem abgehetzten dieser. Man selbst ist sowieso schon vor längerer Zeit einer dieser stehen/liegengebliebenen und schaut sich das Rattenrennen von außen an, gerät dabei aber selbst in ein weiteres Rennen. Nur etwas lahmer. #ohneWertung #werdefinierthiereigentlichdieGeschwindigkeit.

Und es wird: langweilig. Wirklich wahr. Das überlichtgeschwindigkeitsding gegenüber…spielt mit einer Mattscheibe aus Licht. Trommelt mit ein paar Fingerspitzen drauf rum, gibt urwitzige Laute, die man eigentlich nur von Behinderten kennt, die es aber eben einfach nicht anders können, von sich, ohne dabei irgend etwas sinnvolles zu stummeln.

Da sitzen wir, zwei Deppen. Einer guckt wie der andere guckt und trommelt, mit gesenktem Haupt. Soviel also zur Jagt. Soviel also zur Übergeschwindigkeit. Soviel also zu diese Zukunft.

Ob man denn eigentlich schon fertig wäre, fragt das Zukunftswesen. Womit, die Gegenfrage. Mit dem Projekt. Nein, man säße noch daran. Wie lange denn noch. Bis es fertig würde. Ob man schon Pläne habe. Dieses Projekt. Aber noch andere, weitere. Dieses Projekt. Und dann? Dann wird dann sein, und das kommt mit absoluter Sicherheit.

 

Spurwechsel

Eigentlich sollten wir langsam Experten sein, so oft wie wir das hier wiederholen, denkst du dir. Wieder und wieder, in einer Schleife aus Hoch und kleinen Hoch-Tiefs. Nervosität und Unruhe bevor es in Richtung Tief geht.
Es kommt nicht überraschend, kündigt sich an, lange bevor es da ist. Du kannst fest damit rechnen, aber irgendwie ist es nie dermaßen präsent wie an Tag x.

Dann heißt es tschüss sagen. Ein Teil fährt nie ganz. Bleibt immer vor Ort und will aufpassen, mit anfassen, helfen, den Druck raus nehmen. Ob es so ist, werden wir niemals heraus finden. Keine universalantwort auf universalfragen.

Und so gehen wir, wie wir kamen. Mit leeren Armen, vollen Taschen und einem Lächeln gespickt mit Tränen.

Die paar Stunden und doch nicht mal eben so.
Man sollte doch denken, man wird besser. Keine Klöße im Hals. Aber vielleicht liegt genau darin das Gute, das, was es ist, dass man zu schätzen weiß.

heliograph

could have been my darling dear: have a musical sip of something old so new