Es war ne volle Party. Eine Party, wie Partys sein sollen um als Party Party durchzugehen.
Eine Party, bei der sich jeder fragt, nach einer bestimmten Zeit, wo die Zeit geblieben ist und hey, ja du, wer bist du nochmal? Achso, krass, schön dich kennen zu lernen. Was zu rauchen oder nen Gin? Weder noch? Okay, macht nichts, wie stehts mit… Rotwein, aber sicher gibts hier Rotwein. Nur den süßen, ja, momentchen mal. ah. Hier. Süß. Multo bene. Klar trink ich nen Becher mit. Nein, Gläser heute keine, aber wir müssen ja nicht jeden Tag so tun, als würden wir aus nem Pool, angefüllt bis zum Anschlag mit Dekadenz, die man sich leisten kann, empor steigen, nur um aus unserem gläsernen Palast auf die unter uns prangenden Wolkenkrazern zu gucken und mit einem sanften Lächeln zu sagen: die werden auch noch größer.. oder? um den gesamten Prozess mit einem unwitzigen Kiechern ab zu schließen.

Wie dem auch sei. Dort standen also Luise, oder Louise, konnte man nicht raushören, Petra (ihre zwei Kinder, Chris 4 Jahre, Elli 7 Jahre) die alleinerziehende Hippimum, die ihren Nachwuchs mit der Behauptung, die seien Partygewöhnt, was auch immer das bei Kindern bedeuten mag, mitgebracht hatte und in einen der vielen Räume zum „schlafen“ gesteckt hatte, Dani die sich sehnsüchtig an alle Lippen quetscht die nicht bei drei auf dem Baum sind, denn man ist ja nur einmal jung und eine Daniela, die irgendwie indisch aussah, aber sowas von aus dieser Stadt (deutsch) stammte, dass einem schlecht werden konnte. Und noch so enorm viele mehr.
Frage Nummer eins: WARUM bringt man seine Kinder mit zu einer Party, von der man WEIß, dass es dort schneller zu einer Aufklärung über alle Bereiche der menschlichen Abgründe in Kindesaugen führt, als die abstruseste Erziehung einer Pärchens hervorbringen würde?
Nummer zwei: wo sollen die Armen Dinger hin, wenn die Tür fertig ausgehoben ist und der Spiegel von der Wand gerissen, auf den Boden gelegt und als Drogenübergangslager für die ganze Nacht fungiert?
Nummer drei: wie viel Alkohol vertragen die kleinen, ohne dass sich die Rettungskräfte um deren Überleben sorgen müssen?
Nummer vier: dito für die Mutter.

J. wollte Schwänze, also bekam er diese. Leider nur in der Einzahl. Was auf die Schnelle anscheinend so prägend war, dass er sich promt verliebte. Die folgenden Tage waren überfüllt mit Nachfragen bezüglich seiner SMS/Emails an den anderen Schwanz. Mit Gummi ist ja bei BJ’s nicht so wichtig. Bis dann drei Tage später der Hinweis bei Facebook auftaucht, einer von beiden hätte dem anderen von beiden mit einem Tripper belegt. Ui. Okay. Tripper. Ungut. Hätt ja schlimmer kommen können.

Um ca. acht Uhr endete die Party. Die indisch aussehende Frau trug Strapse. Die Kinder schliefen nun in irgend einem anderen der vielen Räume. Spiegel wurden benutzt. Der Boden verriet, jemand hatte Konfetti mit zu Party gebracht.

Advertisements