Geplant war: alles easy going.

Gekommen ist: Stress, Verwirrtheit, Misslaune, Missverständnisse, dreckige Badematte und viel zu viel Illusionen.

Nein, schlechtreden ist out, aber das Offensichtliche unter den abgeranzten Teppich zu kehren ebenso. Wir schlafen nicht miteinander, also sollte doch zumindest das Zusammenleben klappen, oder? Haste gedacht. Konfliktfähigkeit will gelernt sein, vor allem bei dreitausend Grad in Zimmern. Geschlafen wird nackt. Geduscht auch. Wenn Konsumprodukte zum Aufhänger von Streit werden weiß man, es ist gelaufen. Oder hat sich verlaufen. Da bringt auch Lächeln nicht viel, deine Fassade ist bröselig, dein Körper hässlich, dein Lachen künstlich, wie kann dich eigentlich ein Mensch lieben?

Und da das Timing im Leben grandios ist, also häufig nicht vorhanden, klingelt das Telefon und man bekommt mitgeteilt, wie es eigentlich ist, nicht, wie es denn bitte sein sollte. Es ist ja nicht so, dass man das nicht wüsste, aber man möchte es nicht nochmal hören.
Gehört. So eine Scheiße. Verdammte. Ist okay, bis Freitag also. Nagut. Wie soll es eigentlich klappen, das Leben in Zeitfenstern zu leben? Gibts da eine Anleitung zu? Und das meine ich keinesfalls in Bezug auf Drogen. Wieso können wir immer anderen so gut helfen und bei uns selbst ist dieses Werkzeug zweckfrei, stumpf, ein Messer das nicht schneidet?

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