Da platzen sie weg, die starken Körper. Aufgeblasen, mit Linoleum überzogen, die Haut nur als Fixierungshülle. Schwitzen, zeigen ihre Ausdauer, ihre Adern die wie vollgefressene Würmer ihre zarten Muskelstränge überziehen, sehen mehr plastisch als wirklich aus, werden gern beäugt, kippen sich geschmackfreie Flüssigkeiten in ihren Bauch, der so schön flach ist, gehen auch gerne ins Ozon schwimmen, da riecht man ihre Fahne nicht, die Koks-Fahne.

Wir schaffen es Puppen zu werden. Bitte lass uns nicht weiter dran denken, dass Puppen gemacht wurden, um möglichst real auszusehen, nein, bitte nicht darüber reden jetzt. Wir wollen doch nun werden wie sie, uns mal wieder neu erfinden, und koste es Infusionen, Zeit, schweren Atem und Beziehungen. Wir sehen dann so so toll aus.

Ich mag die aktuellen Gerüche. Sie sind vertraut, und sagen mir, es wird alles gut. Ich friere. Diese Gerüche gehören zum frieren. Es ist eine eisige Ambivalenz, die Eiskönigin und Schneeprinzessin, die mir zuflüstern, dass ich mich nicht fürchten muss, nur vielleicht mehr anziehen. Dabei sind so viele Klamotten noch nie das gewesen, was ich toll fand. Aber danach fragt niemand- was man toll findet. Wen kümmerts auch? Sind doch alle wahnsinnig beschäftigt mit sich selbst, denken mit ihrem liebsten darüber nach, wie sie gerne aussehen würden, loben die TV-Schönheiten und vergessen ganz und gar, dass es ihrem Schatz weh tut, wenn sie sich selbst nicht mögen, denn wen mag dann denn der Schatz?
Mandeln, glasierte Äpfel, gefrorene Träume, wimmernde Sonnenstrahlen, zitternde Träume, man hat vergessen nach dem klingeln die Tür zu öffnen. Der Hund hat gegen deine Schuhe uriniert, es ist gefroren.
Ich freue mich auf deine Augen meine Schöne.
Deinen Atem in der Kälte.
Deine Wärme wenn du dich an mich drückst.
Mit dir die Drogen zum Teufel zu jagen.
Zusammenzubrechen wenn du mich mal wieder verlässt.
YoU.

Der Muskelmann ist toller gewesen, er wusste das vorangegangene hungern mehr zu schätzen und kennt sich besser mit Vox aus. Weiß was gesund ist, liebt es viel Gemüse zu essen.
Ich mag die Poesie des Morgens, mag es die Eissterne anzugucken, mag es zu träumen. Er ist schneller, arbeitet in einem tollen Büro.

Pläne: Gebrannte Mandeln. Wintermantel. Neues Buch, winterlich irgendwie. Glögg. Kekse. Ein Haustier- erneut. Mehr Museen. Mal wieder ins Kino. Glasierter Apfel. Holzkleinigkeiten. Zwölfeurofünfunddreißig für den selbstgemachten Glühwein. Feuer in einem Kamin. Musik.

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