Er rennt weg.
Zieht den Kopf ein.
Rennt durch die Tür, zieht sie hinter sich zu.
Sein Herz schlägt, sein Gesicht brennt, seine Glieder zucken und zittern, sein Atem knallt gegen die Wand.
Er schließt die Tür.
Verkriecht sich in der hintersten, dunkelsten Ecke des Zimmers.

Das Herz will raus, seine Kehle wird enger.
Er sieht nichts mehr, sein Gesicht wird Tränenbenetzt zugleich mit Schweiß überzogen.
Kein Hinten kein Vorne, kein Vor und Zurück, der Himmel ist gerade auf den Kopf gefallen und die Bodenlosen löcher sind zu Ozeanen aus Befangenheit geworden.
Luft holen, Tränen schlucken, versuchen zu atmen wenn man schon nicht denken kann.

Er wollte weg, weit weg, schneller und schneller, jetzt sitzt er hier und will kleiner und kleiner werden. Einen Menschball mit sich selbst bilden, nie wieder atmen, Equilibrium, weg mit den Gefühlen, hinfort, den schmutzigen, verrosteten Stacheldraht aus dem Herzen ziehen, dass die hinterlassenen Löcher bald mit einer Blutkruste selbst verschließen.

Immer kleiner, dümmer, nichtiger wurde er- bis es ihn nicht mehr gab. Und die Tür blieb verschlossen.

„Traurig sein ist leicht. Es bedeutet aufgeben. Ich sage: tanze, mit einer Hand in der Luft. „

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