Ich höre jetzt schon den ganzen Abend Klassik. Und Oper. Gemischt. Oder durcheinander. Das kann man nennen, wie man mag, es bleibt ein und dasselbe: Violinen, Flöten, Harfe hier, Pauke da, Tuba und trallala.

Das ist eine Sensation, dass habe ich noch nie gemacht. Wieso nicht? Na, viel einfacher noch: wieso denn? Jetzt guck doch nicht gleich so bescheiden. Dieses pseudo-Sommermärchen auf Radio Soundso über Neonrock-band Gejaule ist irgendwie wie ein schwer leidender Geigenchor, nur ist da mehr, na wie sag ich, Wumms  hinter. Sagt man doch so?
Stimmt, doch, auch der Entspannung wegen hab ich das mal angemacht. Naja, ich bin kurz eingenickt, hab den Spaß leider auch direkt nach dem Abendessen angemacht. Recht dümmlich, aber hm, so wars nun mal.

Nein, oder doch, ja, Zugegebenermaßen, ein-zwei Wein hab ich getrunken. Gut, und einen kleinen geraucht, aber nun tu doch mal bitte nicht so Jungfräulich. Die Streicher wirken dann mindestens doppelt so harmonisch und wirken wirklich enorm auf das Gehör. Das doch bei so was auf Vordermann gebracht wird, oder nicht? Und sollte ich irgendwann mal auf so einem dämlichen Sessel vor Kameras und mit vielen Fragen vor mir auf dem Monitor landen, kann ich sagen, ich kenn auch bisschen klassische Musik.

Nein, meine Bildung endet nicht bei Notenblättern. Was hat das mit Kulturbanauserei zu tun? Die Lieder sind allesamt immerzu länger als fünf Minuten. Ich bin akustisches fasfood gewöhnt. Bei dem ich den Refrain schon nach dem zweiten mal Hören mitsummen kann. Und wo ein paar kluge Sachen gesungen werden. Oder ein kluger Satz. Nur kann ich weder italienisch noch französisch, brauchst also gar nicht so zu gucken.

Ja, ich glaube, so dies oder jenes fand ich ganz nett. Aber da gibts doch so höllisch viele Komponisten, die kann sich doch keiner merken… ich kann da ja nicht mal nach lyrics googlen.

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