Und dann war ich einsam, und dann waren wir zusammen. Und dann gab es sie kaum mehr, die traurigen Häuserfassaden mit ihren kalten, immergleichen Blicken. Der graue Staub fiel, er glitt an ihnen hinab, schenkte den Fenstern ein glitzern im Auge.
Die Großstadt kehrte mir den Rücken zu, die Fassaden die billige Ausrede mit drinnen-ist-alles-besser Attitüde, wahrlich aber nur bekifft und von Neonlicht geblendet. Harald Schmidt ist wieder lustig, und du hattest einen Job, deine Nachbarn auch, endlich vorbei das endlose Warten, keine Suche nach Ablenkung oder Dabeisein mehr. Denn wir sind müde und das Zahnlose Haus mit seinem trockenen Gebiss ist unsere Höhle mit beheiztem Entertainmend und Couch von Poco.

Und dann waren wir zusammen. Schneebälle gegen alte Fensterscheiben, betrunken von Brücken gespuckt, blind in Bahnen gesetzt und in irgendwelche Filme gegangen. Zusammen etwas geschrieben- nichts geworden; Sind wir jetzt etwa nicht auf einer Wellenlänge? Egal.
Graffitis gezählt und interpretiert, gerappt, verblödet, versoffen, verzockt und verloren. Das Leben zur Spielbank gemacht, Roulette gefahren, stehen geblieben, aufgehört, gewonnen,  den Sprung gewagt. Denn ankommen wollen wir alle mal. Irgenwann ist sie weg, die Kraft, sind wir alt, die Zeit, haben ausgelebt, das Blut, und ausgeliebt, das Meer. Irgendwann ist es nicht mehr romantisch sondern einfach nur anstrengend, aber bis dahin, oh was hab ich dich so gern.

Lass uns das nicht beenden in den tristen Seitenstraßen.

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