Mal wieder.
Immer wieder Wiederholung. Meint das ansonsten nicht so besonders zitierwürdige Katzengold.
Stimmts denn?

Angerichtet ist: Bettruhe. Den Habitus eines Festes, dass man sich nicht selbst raussucht und das so enorm mit Druck, Zwängen und Hoffnungen beladen ist, dass einem schlecht werden könnte, dümpelt man über Berge und Wiesen an Orte, wo einem das Herz zurechtgerückt worden ist. An den Ort, der einem sagen soll, dass alles gut gehen wird. An dem einem offene Arme empfangen und feuchte Augen vor Freude zublinzeln.

Es herrscht irritierende Ruhe. Sie wird sich von selbst verziehen. Alte Laster, Lügen mit Bart, neue Versuchungen und miese Gewohnheiten machen wohl kaum vor Jahreszeiten kehrt, geschweige denn Halt. Es wird nicht viel zu bereden geben, wir haben alle Telefone und haben dieses Jahr viele, viele Stunden damit verbracht, diese Hörmuscheln auch artgerecht zu strapazieren.
Auf Resümees habe ich keine Lust. Es passiert immer viel. Das hat mit einer Jahreszahl wenig zu tun. Wir können alle nicht immer viel dafür, wie’s gelaufen ist. Ertragen müssen wir es alleine, nur tragen hoffentlich nicht.

Da stehen wir auf. Machen uns fertig. Legen los. In der Hoffnung. Alles wird besser. Begonnen haben wir ja schon. Der Rest wird noch kommen. Wir sind doch jetzt anders. So neu und auch weise. Wir tragen alles mit uns. Vor allem aber in uns. Theater aus Glück und Schauspieler aus Zement. Singen fremder Menschen Lieder bis sie zu unseren werden, denn warum sollen wir das Rad immer neu erfinden? Nicht zu viel, auch nicht zu wenig, genau so wie es sollte und das ungefragt.

Im Hier und im Jetzt, das kam und das Ging. Liebe Leute, was habt ihr gedacht wie das alles enden wird? Habt ihr geglaubt, da ist jemand, der auf euch wartet? Die meisten warten immer nur auf sich selbst, verkrochen hinter ihren Fernsehern, den neuesten und wollen Superhelden aber bitte nur auf rotem Teppich sein.
Und wenn es dann doch nichts wird, seit ihr enttäuscht und es müssen die ertragen, die euch toll finden wie ihr seit. Lasst die in Ruhe und bitte: hört auf zu warten, ihr wartet euch ja noch tot.

Mehr wirds nicht werden.                   ..                         ..                        ..                      …                    …                  …. trotzdem schön!

Jetzt geht essen. Ihr Tiger und Schwäne, ihr Lieben und Zicken, ihr Menschen und Denker, Hoffnungsträger und Träumer, und verlebt euch nicht. Sondern erlebt.

 

Ende.

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