Da bleiben sie stehen und staunen.
Gucke, da drüben, die hat doch sicherlich falsche Brüste.
Wann haben wir das träumen verlernt?

Irgendwann hat es angefangen, das Reden über was noch wird und was ist verpasst. Die anderen wissen doch alles viel präziser, besser, haben schon Meere besegelt, Stürme bekämpft, sind tapfer und weise. Und dann kommst du. Wer bist du nochmal? Egal, du musst alles noch machen. Hast keine Ahnung, denkst falsch.

Ein falscher Mensch.

Mit falschen Träumen. Denn wir wissen wie es wirklich geht. Du auch? Du warst auch dabei? Nein, denn wir haben die lauteren Stimmen, haben mehr Qual erlitten, das Vorrecht auf eine universalgültige Meinung. Dein naives Lachen wird dir schon noch vergehen. Denn so sieht es aus. DAS ist die Realität.

Du beginnst dich zu verstecken. Hortest deine Welt. Passt auf sie auf. Sie hat gerade erst Laufen gelernt, kein Schutzschild, keinen Boden unter den Füßen, kein Planet, kein Stern hat einen Boden unter seinen Füßen.

So aufgeklärt und so prüde, so stolz auf sich und so ängstlich, so hart im Nehmen und doch so still und alles für sich behaltend bekämpft ihr etwas gegen das ihr nicht gewinnen könnt: eure eigene Zeit.
In eurem Aquarium wimmelt es nur so von Zitteraalen und aggressiven Schwertfischen, mies gelaunten, mauligen Schildkröten und Ölteppichen, die keine Sonne mehr durchlassen.

Irgendwann wart ihr mal jung. Jetzt sei ihr Zuschauer in eurem eignen Universum und das Schlimmste: es stört euch nichtmal. Lachen ist hier deplaziert, das Leben gefangen in euren Falten. Die Zeit zerknittert in euer Gesicht gepresst.

Was wolltest du früher mal werden? Pilot.
Warum bist du es nicht geworden? Herrgott, ich war ein Kind.

 

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