Die Schönheit torkelt im Stechschritt übers Parkett. Es funkelt, es blitzt. Zu erhoffen das es hinter den Augen -der Schönheit- ebenso ein Gewitter an Effekten und eingespielten, unterjubelten, suggerierten Emotionen gibt.
Das ist so wahnsinnig, so aberwitzig toll, atemberaubend.. dass es einen schon fast umhaut. Bettina, du siehst fabelhaft aus!

Auch wenn deine Oberweite die eines Knaben ist, aber du bist herrlich… knochig. Das ist erotisch in dieser Welt. Und dein Charme haut uns glatt aus den Pantoffeln. Da..DA! Dort war ein WITZ! Habt ihr ihn vernommen? Nein? Schlaft ihr, oder was ist los?
Bettina hat geübt. Vor dem Spiegel. Auf den imaginären Laufstegen der Welt. Was sie werden wollte? „Das was ich bin“..oh welch toller Satz. Die Floskel steht wie festgefroren im Spiegelkabinett der zurechtgeschneiderten HättesteWohlGerne-Tütüs.

Was fällt einem dabei noch ein?
Bettina als Kind, das sagt die Mutter später, war immer so aufgeweckt. Hat nachts noch gebacken, Torten verdrückt, gelacht, war etwas zappelig, ja. Aber eine Bereicherung. Ein Herz und eine Seele. Viel gelesen hat sie, die Bettina. Hat sie gern. Sich dann -mit Tee und Keksen- auf ihr wohlig, kuschlig eingerichtetes Zimmer zurückgezogen und gelesen. Wälzer, die Mutti muss lachen, Wälzer habe sie verdrückt. Und diese in Windeseile wiedergegeben, erzählt und erläutert, wenn sie sie fertig, also „durch“ hatte.

Muttis Gesicht wird dunkler. Ihre Betti hat sie vor zwei Jahren, Weihnachten zuletzt gesehen. Seither nur mal kurz über dieses „blaue Programm mit Kamera“. Ein Segen diese Technik- sagt Bettina. Nur Mutti ist stutzig. Nein, dick war Betti nie. Aber als sie sie neulich im Fernsehn sah, war irgendwas weg. Und die Mutter sprach nicht von der Freude in Bettis Gesicht. Sondern von etwas … ehemals Ehrlichem.

Man kann doch immer mehr als nur ein Herz brechen.
Aber Betti war das egal.
Kann man zumindest glauben.
Ach Bettilein, was ist nur mit dir geschehen. Happy End oder doch nur die verwischten Memoiren der alten Mutti, Betti?!

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