Und du wartest und wartest und weißt tief in dir, da wird nie was kommen. Das ist es. Wenn du es selbst nicht änderst, wird auch es sich nicht ändern.
All den Träumen zum trotz verhält sich die Realität jedes Mal, wieder und wieder, wie ein sturer, alter Bock, der einfach keine Lust hat.

Trotzdem du jetzt da draußen bist.
Trotzdem du jetzt so schön geworden bist, und gebildet, kannst singen und tanzen, ja, sogar mal „nein“ sagen. Du bist ja so stolz auf dich.

Und dennoch, deine Kehle wie zugeschnürt. Wieso nur, mein Schatz, was ist denn nur los?
Da träumst du hinfort, eine schillernde Träne rollt säufzend deine wunderschöne Backe hinunter und tropft, einsam und leise, beinahe ungesehen auf den schwarzen Asphalt, der nichts weiter damit anzufangen weiß, als es geschehen zu lassen.

C’est la vie, mon cheri. Müde stimmst du ein Lied in deinen Gedanken an, noch müder erinnerst du dich, an das, was du dachtest, dass es mal sein würde. Ohne daran gedacht zu haben, dass alles und jeder und jede andere/r genau so denken, nur eben mit anderen Gefühlen.

Nein, du bist du. Und ja, dass lässt sich nicht ändern.

Du verlierst dich in tiefen kleidern, braunen Augen, schnellen Schuhen und gesprochenen Wörtern, denen der Mumm fehlt, so gemeint wie gesprochen zu sein. Du verzweifelst an deinem Vertrauen, applaudierst den gefallenen Farben wenn der Herbst erneut Einzug erhält und dir zeigt: nichts hält ewig. Auch nicht du, schöne Blume. Drum blühe, bevor du welkst. Und auch wenn du welkst, verliere dein Lachen nicht, denn du weißt doch: Rock’n Roll stirbt nie.

 

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