Ein Ende, dessen Anfang so frisch war. Nicht der Anfang des Endes, der Anfang des Anfangs. Schwierig ist es immer, dass ist keine Entschuldigung.

Nur war es eben vorbei. Dabei sollte es doch gerade erst richtig, also richtig anfangen. Niemand hat laut genug SCHLUSS gerufen. Alle standen sie da und betrachteten mit riguroser Ruhe das Schauspiel der verdammten Endlichkeit. Und dann: der g-on-g. Vorbei. Ende. Aus. Licht futsch. Hoffnung doof. Alles muss weg, schnell schnell schnell, und bitte lächeln, die Kunden sollen nicht denken, wir wären auch nur Menschen. Se Schow Mast Go Onn, wie wir alle wissen. Heute schmerzlicher als davor. Aber auch ein wenig tapferer, denn wir nehmen uns immer wieder vor: diesmal wird es besser.

Geschockt sitzt du also da. Im Schneidersitz. Mit nichts als einer ollen Zigarette zwischen ein paar recht unwissenden Fingerchen, denn wohin soll es denn jetzt auch schon gehen? Packen. Los. Packe! Verschissener Imperativ. Da standen wir, im Flur, hatten geredet, über alte Freunde, gute Zeiten, was noch kommt und sowieso nie sein wird. Die größten Lacher, die dicksten Dinger, die kleinsten Ausrutscher und die fiesen Matenten. Gerade als man alle Kraft begann zu sammeln, die Stühle den Arschabdruck annahmen, der Kühlschrank begann Fächernamen zu tragen und das Geschirr nach Leben aussah, da kam der Schrei, der nicht dorthin gehörte, durchkreuzte er doch alle Pläne- schluss. Schluss jetzt, aus nun.
Und jetzt bin ich nach Norden geritten, du nach Süden. Oder umgekehrt? Es ist egal, der Regen fällt überall gleichnass und wenns warm wird, wirds eben warm. Eine neue Sehnsucht wird kommen, schöne Träume werden uns neue Wege leiten, nur wissen wir doch selbst nicht, in welche emotionale Tasche wir das alles jetzt verstauen sollen. Wir waren niemals mittendrin, irgendwie nur dabei, Zuschauer, ein Leben lang geprobt und die Premiere wegen eines heftigen Wolkenbruchs abgesagt. Wir werden nie wissen, ob das Publikum uns gemocht hätte.

je suis désolé

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