Alles zu behalten, was es noch zu behalten gibt.

Welch zerschmetternde Erkentnisse sollen einen bitte auch morgens um halb 3 ereilen, wenn man vollkommen betrunken in einem Wohnzimmer und einem Interieur der 50er sitzt, aufpassen muss, dass der Stuhl auf dem man gerade versucht hat entgegen der verwirrten Schwerkraft platz zu nehmen? Geladen war zu Trunk und Schmaus. Gekommen waren die ganz, wirklich ganz alten Gesichter der jungen Biografien. Alle sehr gebildet -sogar der LKW Fahrer, der sich entschloss zurückhaltend zu leben was den Alkohol dieses Abends betraf.
Wahrheiten wurden, wie an den meisten geselligen Aufeinandertreffen, reichlich getauscht- Zukunftspläne waren auch dabei. Wobei, nach dem Platznehmen die Unterdrückung des Würgreflexes an definitiv erster Stelle stand.

Woher sollen wir unterscheiden können zwischen toller Freundschaft und es-war-einmal? Die Runde konstillierte sich so dann aus 6 Femininen, eine davon in festen Händen, der Rest, sagen wir- unbrauchbar für unkomplizierte Gelüste in höchster Weinlaune. Hätte es den LKW Fahrer nicht gegeben, so halten wir so denn fest, der um diese unmenschliche Tageszeit interveniert hätte, so wäre alles auseinander gebrochen in Streit und dummen Kommentaren. Denn ohne Geld sind auch die billigsten Absteigen für kurzentschlossene Besucher zu kostspielig.

Es gab so dann ein einseitiges Streitgespräch zwischen dem wohl betrunkenstem und der wohl nüchternsten an dem gesamten Abend. Und keinen hat es weiter verwundert- wie auch? Eine bessere Vorlage hätte es wohl kaum geben können. Aber eines sei gesagt: die Libido lag flach, geschnallt hats trotzdem keiner und es gibt bis heute nur Verletzte. Und wozu das Ganze?

Das kann also auch passieren, wenn man es besser meint als es am Ende wird. Es besser machen will, aber nicht weiß wie das gehen soll. Wenn in einem Kreis viel geredet und getrunken wurde, jedoch nur von einigen viel getrunken. Der Rest versteht dann morgens nicht mehr die Unterhaltung der Lüsternen anderen, die Anderen nehmen nichts mehr ernst und wollen endlich weg aus dem Kreis. Schweiß, Lichter und ganz viel Unwirkliches. Aber das wird dann kontinuierlich verboten Seitens der nüchternen Fraktion.

Erste Lektion 2013: Nicht mit der Vernunft feiern gehen. Denn mit ihr landet man auch selten im Bett.

Welcome.

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