Uns kann nichts passieren. Wir sind aus Diamant, unsere Herzen aus Stein. Wir haben es gelernt dass es keine Flucht ohne Geld gibt, nur Hornhaut für die Seele. Es kein Aufgeben gibt, denn das würde der Verlust der Vernunft bedeuten, der Untergang, der Tod. Egal wie. So haben wir gelernt, zuzusehen, egal wo, und uns rauszuhalten. Bis wir soweit sind. Stark genug. Gewappnet. Visuelles Einstecken. Beobachter des eigenen Lebens bleiben. Denn hier gibt es Betonschluchten, Glasfronten, Grau und Schwarz, aber keine Brücken und Paradiesvögel- nur in unserer Vorstellung. Also Schweigen, lass dir eine Pelle wachsen sonst schwimmst du bald da unten. Und viel gibts da nich. Und von Blicken gespeist aus Mitleid und Wissen, dass das sicher nicht einfach ist, wirst du nicht satt. Also weitermachen, obenbleiben. Warten, abwarten, nichts anmerken lassen. Nur das erste Mal ist schwer. Beim Zweiten erwarten wir weniger, hoffen nur mehr.

Und weil wir dachten wir wüssten alles, bleiben wir dann doch hin und wieder fassungslos stehen und verstehen nichts mehr. Dämliche Einbildung.
Weil wir alle eigentlich nicht richtig wissen wie oder wieso. Und weil wir alle eben das Beste draus machen. Denn gestern hatten wir so einen guten Tag, warum sollte es heute nicht genau so klappen. Weil es keine Antworten gibt, und wenn dann nur kurze, die müssen dann reichen. Schon gut, danke, wir habens verstanden. Weil wir manchmal nur jemanden wollen der uns will- und dann auch bitteschön nur uns.

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