Extravaganz im Zeitalter des Konsumrausches erlangt derzeit offensichtlich seinen eigenen Zenit, wenn eine Luxusverpackung (wer braucht sowas?) für (angeblich) Gepäck jegwelcher Art in der Größe mehrerer Einfamilienhäuser einfach mal so auf einem viel zu großen Platz aufgestellt wird.
Ob der Klotz, der dort als Riesenabklatsch eines Luxusutensils des Transportes hingepflanzt wurde, nun mehr als nur als PR Gag (wir lachen vor Tränen) ist, oder doch den Rausch des Konsums unterstreicht (aber bitte nur die, die es sich leisten können!) bleibt „dahin gestellt“.

Rein, also in das Reiseutensil, kommen nur zahlende Kunden. Macht ja nix. Sie sehen dann Koffer. Wie den großen. Der dort auf dem Platz trumpft. Nur in klein- die mal ganz „bekannten“ Menschen gehört haben; also Musikern oder Schauspielern. Bitte nicht der Koffer, auf den Heidelinde 12 Jahre gespart hatte, Gott behüte. Igitt. Ein irdisches Würmchen im Kreis der betuchten Luxusshopper- pfui Teufel!

Jener Koffer hat aber auch sein Gutes! Eventuell gibt es gratis W-Lan für alle zugreisten. Also alle Fremdlinge dieser Nation. Und es ist flauschig warm in ihm. Schließlich kann man sich also auch etwas „museales“ unterstellen, bewandert man diesen. Man sieht allerlei Fotos, die man wohl schon kennt, aber was solls. Der Wiedererkennungswert ist der einzig Wahre! Und eine Geschichte, wie denn der, also der Koffer von besagter bekannter Person verwendet wurde. Und wo dieser mit der Person (oder die Person mit diesem) hinverreist sind. Man könne auch sagen: in dieser Kofferbox wird’s exotisch ohne vom Namen abzukommen. Die Krönung? Eventuell gibt’s dort sogar eine BAR! MIT TRINKEN UND ESSEN! Wahnsinn, oder? Der Geist hebt ab vor Freude.

Egal. Also bitte geht einkaufen. Und fotografiert den großen Koffer, der im Innern selbiges führt wie außen. Nix. Außer Hohlraum zum verstauen. Das Gute an all dem? Endlich (schnauf) kommt mal eine (wenn auch nur kurzzeitige) Veränderung auf jenen, sonst so roten Plaza. Nastrovje!

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