Der Weg war steil, der Aufprall hart, Gnade kannte keiner und die Zuversicht musstest du schon selber in deinen Taschen mit dir tragen.

Das Desaster des Himmels- jeder weiß Bescheid, aber keiner worum es eigentlich geht.

Zum Ausgleich wachst du auf, hast Sex, vergisst kurz alle Fragen und die Zeit, dort hinter dir im Genick.

Die gebückte Haltung kommt hin und wieder, wenn du das Warten satt hast, doch schneller geht es nunmal nicht.

Aufwachen ist ein Dreck, der sich leider nicht vermeiden lässt, stellst du dort oben, mit Blick auf die stummen rot-grauen Häuserdächer fest, die Kippe zwischen den Lippen und die Hände in deinen Taschen.

Mutig bist du, oh ja, nur leider interessiert eben das gerade garkeinen. Verliebt sogar auch, oder was soll das sonst alles sein? Du befriedigst dich selbst, suchst darin vergeblich nach der lang ersehnten Bestätigung, nur was du findest, sind lediglich noch mehr Fragen, wenn auch mit einem frischen Lächeln auf deinem Gesicht.

Die Straßenlaternen zwinkern dir in ihrem kalten Lichtblick zu, du nickst, verstehst sie, zwinkerst zurück.

Nicht immer gelingt es dir deine Gedanken zurück zu halten, zu tun als ob, und dich damit zufrieden zu geben, dass dich ‚halt keiner versteht‘.

Die Detailsuppe wird allmählich zum Endgegner, verspricht sie wieder und wieder, was sie doch nicht halten kann. Vollendung, Erklärung und dieses gottverfickte Glück.

So trainierst du also deine Einsamkeit, weißt nicht was das alles soll.
Ein Anruf, eine liebe Stimme, die auch vermisst…und schon wieder nicht versteht. Nur leid tut. Es nervt. Tür zu. Augen auf. Fragen an die Dächer und die Kippe danach. Das Land der Träumer läuft allmählich über denkst du und atmest tief aus.
Und freust dich über die paar Sätze die alles verstehen und so manches erklären.

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