Und irgendwann hörst du deinen eigenen Puls. Wie er trommelt. Dein Ohr auf das Kissen gelegt, aber dem Herzen ist das egal.
Alles ist wirr, Farben vermengen sich zu Bildern, da kamst du damals hier her. Einfach war es nie, aber neu und frisch, voller neuen Vorsätze und gestärktem innerlichem Rückgrad. Die Dämonen waren besiegt, die Flucht hatte ein Ende, endlich kamst du.

Und auf einmal ist wieder alles anders. Du wirst aufs neue bewertet, angewiesen und musst da sein. Für anderes. Von jetzt auf gleich, alles was du kanntest verzerrt sich und du stehst wieder vor dir selbst. Keine Gnade, wie immer.

Der Puls schnürt dir die Kehle zu, dein Magen erst recht. Du fragst dich, wie es war, bevor dieser Moment eintrat.

Dann geht es ganz schnell. Als ob das Schicksal es eilig hätte, ihm langweilig wäre oder ein dämlicher Sadist.

Und du beginnst zu suchen, unter den Liedern die du bist, warst, den Bildern die da kamen und erstickst am Steckenbleiben. Am nicht weiter gehen, nochmal nichts, als ob nie etwas gewesen wäre. Und keinen kümmerts.

Da liegst du nun beschäftigt mit weghören des Unvermeintlichen, schmachtend nach Ablenkung um jeden Preis, mal wieder ein großes Stück weniger du und mehr von da sollte doch sein- mal wieder.

Du wankst und taumelst in einer Wüste aus Wasser und weißt nur, dass ein Scheißdreck vertitas im dämlichen vino steckt; aber er kann beruhigen. Zumindest heute.

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