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Nun wird es eben passieren.

Wunderschön. Leuchtend. Du lachst, ziehst durch die Staßen, hast tausend und einen Freund, verstehst all das Unglück dieses kleinen Planeten nicht, hast eine Antwort auf jede Frage; Und selbst wenn nicht, dann genügend Zuversicht, dass man nicht auf alles eine Antwort braucht.
Dein Bauch fliegt mit dir, und du mit ihm. Hand in Hand durch alle Farben. Es ist warm, riecht nach frischem Gebäck und du weißt- so soll es sein.

With every Heartbeat.

Maybe we could make it all right.

Still I’m dying with every step I take.

 

Und weiter geht die Reise. Auf und ab. Du federst, tanzt. Lässt dich von den Strömungen mitreißen. Manövrierst um alles herum. Genießt die Pausen, wenn alles glitzert, der Fluss ruhig ist, die Sonne und all der Scheiß eben.

Und dann. Du weißt es. Dir wird übel. Das Gewicht schwindet. Es kommt sowieso.
Negativ-Denken?
Aha.

Wein.
Kokain.

Was weißt du- alles Scheißegal. Mit Nachdruck vergessen.
Scheißegal. Es muss scheißegal sein. Am Besten noch während beschissenem frischem Gebäck und Farbenpracht.

Immer wieder.

Wir kleinen Äffchen. Tun uns so leid. Ach herrie, arme wir. Könnte nur jemand, wüsste nur jemand, aber die anderen, alles Hohlbirnen.
Keiner so vielfältig in Gefühlen wie du- achso.

Unverwundbar wenn alles Top. Du Held.
Aber es passiert. Und dann? Ach herrie, es ist passiert. Gefühle sind so schrecklich uncool. Denn sie funktionieren nicht. Haben keine Tankstelle, haben keinen Reifenwechsel, haben kein Sommerloch, keine Auszeit und auch kein Mutterschutz. Die Wichser sind einfach da.

Dein Magen zerreißt dein verschissenes Hirn, deine Organe versagen zum tausendsden Mal, ja, du bist inzwischen Profi wenns um diesen Dreck geht.

Nicht verbittern? Deine Mutter!

 

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Da stehen die großen Ziele gegen den vollen Briefkasten. Das viele, große Reisen und bilden, gegen das Müll raus bringen und Abspülen. Alltag fucks Romantic in the ass.

Trümmerhaufen im Inneren. Als wäre das ein verdammtes Spiel. Und wir zocken. Wie die Idioten an der Börse.
Wenn jemand fragt- du bist der Hero, kannst toll Getränke ausgeben um vier Stunden später an den schaukelnden Brüsten zu nuckeln, deren Namen du nicht mal kennst.
Dein Leben wird eine einzig große Inflation. Körper- scheißegal, du Heini gehst pumpen. Kopf- scheißegal- es gibt laute Mukke, alle sind aufgebretzelt bis zum umfallen und balzen durch die Halle der mittelguten Mukke. Hauptsache wir können später alle fleißig behaupten wir waren dabei.
Bis dann jemand mal fragt „Dabei- bei was?“. Dann sagst du „beim Party machen, dass große Leben einfangen“. Und die großen Augen erwiedern: „Also eigentlich immer wieder das Gleiche, ja? Und das ists dann?“. Dann wird deine kluge Meinung endlich mal gekitzelt und du kannst frohnen: „Du musst das Leben am Limit leben. Gucke nicht zurück. Nimm dir was du willst, das Leben ist nur spendabel wenn du rausgehst und es dir nimmst!“. Worauf der garnicht dumme andere fragen wird: „Und Selbstverarschung, rumtanzen, so tun als wäre alles im Lot, und sich selbst volle Dröhnung in die Tasche lügen ist somit ein fetter Teil davon? Oder ist dieses Rumtanzen tatsächlich die Freiheit und das ‚Leben‘ das es einzig und allein zu anekdotieren gilt? Der Rausch als Ausrede zum tapfer sein?“

Und dann stehst du da und kapierst nix. Was willn‘ der Arsch jetzt?
Lass es uns doch bitte einfach halten, ja?!

Danke.

Es es wird eben passieren. Ob Held oder Loser, die Interpretation ist doch inzwischen sowieso „voll individuell“ und Recht hat immer nur der, der auch die Geschichte besser erzählen kann.

 

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