Hektische Augen die suchend Fragen ohne zu wissen wonach eigentlich.
Getroffen und nach einer kurzen Zeit ein unsanftes Gefühl in der Magengegend bekommen, ‚klamm‘.
Angespannt, die Emotionen suchend schnüffelnd wie ein alkoholkranker Hund nach einem herabgefallenen Tropfen Restbier der Kommunikation und Heiterkeit. Auch wenn die Heiterkeit dann nicht echt ist.
Ein abgebrochenes Lachen, das zu gern erwidert wird, nur Schweigen ist Grütze und „Laune“ macht es auch nicht. Wenn man sich schon sieht, dann muss es ein Highlight sein. Die Erwartungen die enttäuscht werden weil sie jemand hatte. Das ist Ursache und Grund.

Heute Abend, hier, zusammensitzen ist eng.

Ein Raum, der immer kleiner wird, je länger beide drinsitzen. Drinreden. Dringucken und sich missverstanden auf einen gemeinsamen Nenner plappern. Um dann fest zu stellen, dass man den Mundgeruch nicht ausstehen kann, die Anekdoten des anderen langweilen, das Bett für zwei eigentlich viel zu klein ist und diese laute ATMUNG des anderen geht einem sowieso gehörig auf den Nerv.

Immer kleiner wird das Zimmer, die Möbel schieben sich zusammen und nur noch die äußeren Ende des winzigen Bettes bleiben die Extremen der Flucht, ohne dem anderen auf den Schlips treten zu wollen.
Niemand hat ein langweiligeres Leben als jemand anders. Es ist nur eben- anders. Andere Vorstellungen, andere Wünsche, andere Hoffnungen, sogar anders verlieben und anders Zusammensein, anders einschlafen und anders feiern gehen. Das ist nicht schlimm- aber man sollte so tapfer sein es sich einzugestehen. Nur wer macht das schon? Ohne sofort irgendwas wie „inkompatibel“ oder „asozial“ zu sein?

Weiter gehts, die Achterbahn ins Nirgendwo ohne Aussicht auf Besserung. Zwei Universen versuchen sich breit zu machen in einem wohnlichen Kubus mit Wandschmuck. Der Hals wird trocken, Kiefer schmerzen, Finger suchen nach mehr Haut zum Abziehen und wegschnippsen und das so ziemlich Letzte, was dann noch auf der „das fetzt“ Liste übrig bleibt ist der gottverdammte Sex.

 

Erzwungen und verzweifelt. Abgestrampeltes Gelaber. Anstrengend zu zweit, unerträglich alleine, aber nur wenn einsam.

Weil es genau das ist, was so schwierig ist. Das ist, was so oft gesucht und so selten gefunden wird. Was uns um uns selbst drehen und Löcher in die Luft starren lässt. Reisen. Rennen. Laufen und Suchen.

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