Du

der Prophet

 

Bis du an deinem Lachen erstickst. Dein Lächeln dir dein Gesicht verklebt.
Ich wünsche dir alles Schlechte auf dieser Welt. Denn ja, ich bin eifersüchtig, und dass das Leben weder fair noch gerecht ist, kotzt mich an. Und ja, ich versinke mal wieder in Selbstmitleid du dummes Arschloch, nur im deiner Frage und Analyse des Offensichtlichen zuvor zu kommen.

 

Keiner kann sich aussuchen, mit welchen Fähigkeiten er geboren wird, geschweige denn, was das Leben für ihn parat hält. Niemand. Aber wir können uns beibringen zu kämpfen, einen langen Atem zu haben, clever zu werden, finten zu schlagen, und den Gesegneten eins vor den Latz zu knallen, sollten sie mal wieder behaupten, dass sie die einzig Wahren wären. Bullshit.
Du kannst von Natur aus kämpfen, denn du bist stark geboren, du verdammter Angeber. Nur was machst du, wenn die, die es nicht sind, aber nach viel Übung genau so talentiert neben dir stehen, besser sind- denn ihre Übungen haben sie mehr gelehrt, als dein verschissen angeborenes Talent. Was machst du dann, hm?

Angstfrei, selbstliebend und überzeugt strapaziert dann der Obgerguru sein scheiß Gesicht mit seinem eingebildeten Lächeln.

Es ist überhaupt nicht schlimm Scheiße zu fressen. Absolut nicht. Viel schlimmer ist es, nicht zu wissen wie sie schmeckt.

Ein Appell an all die Kämpfer, die tapferen, die, die wissen was es bedeutet, Großes zu erreichen – durchzuhalten. Eine Durststrecke als Chance zu be- und ergreifen und Scheitern nur als Erfindung der Ausreden ansehen. Es gibt kein Scheitern. Es gibt nur ein Istnichtmehr und Kommtschonnoch.
An all die Helden, die es wirklich sind. Die wissen was es bedeutet wenn die Welt schallend lacht, wissen, dass das einschüchternd und erdrückend ist. Aber wissen eben auch, dass neue Wege nicht gefunden werden, indem man die alten breittrampelt.

Wissen das die innere Leere die Kehle zuschnürt, einen japsen lässt, auf blutigen Knien rennen verdammt schwer fällt. Aber vorwärts ist vorwärts. Oder eben seitwärts. Scheißegal, Hauptsache kein Stillstand.

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 Sie

Ihr Herz tanzt

Und dann hast du die Welt umarmt. Denn du wusstest, prinzipiell ist alles scheiß egal, und die Menschen die sich nie kümmern, um die wird sich auch nicht gekümmert. Dann hast du gelacht, denn es war dir wirklich egal, hast gesungen und getanzt.

Du sahst aus wie ein kleines fröhliches Äffchen. Hast dir nur noch Klamotten angezogen, die gemütlich waren, Bücher gelesen die dir gefielen, und Musik gehört die du geliebt hast.
Hast dich nur noch an Menschen gehangen, die du mochtest, der Rest tat dir kategorisch leid, hast aufgehört zu schimpfen, und anstatt zu fragen warum, hast du einfach gemacht. Einfach so. Alles in dir hat gemacht. Stundenlang, Minutendurchzogene Tage, genutzte Sekunden.
Und du hast dich dazu entschlossen, keine Furcht mehr zu haben. Nicht gleichgültig zu sein und für das einzustehen, was dir wichtig ist.

Du hast dein Kind in dir niemals aufgegeben, kämpfst für es. Und es kämpft auch für dich. Du liebst romantische Vorstellungen, bist verliebt in die Romantik, weißt auch dass es das Böse gibt, aber auch, dass es nicht triumphieren muss.

Es ist der Ruf, der so schwer zu hören ist. Du selbst, wann hast du dir selbst zum letzten Mal zugehört? Klingt alles furchtbar abgedroschen nach Selbstfindung, Esoscheiß und sowas, aber ist doch so. Wer du bist, was deine Träume waren und die Suche nach der Liebe.
Man kann auch seine eigene Sprache verlernen, dass weißt du zu gut.

Daher tanze, bevor dir deine Knie wegsacken.

Hör auf immer so streng zu sein.

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