So oft und schon wieder- die Liebe unseres Lebens.

Als ob man’s hätte kommen sehen, zu erwarten wars ja sowieso: du sitzt da mit dem Blick auf die schaumige Brühe in dem zu beschlagenen Glas gerichtet, den Mittelfinger ans Schicksal und auf dem Weg ins immerwährende Selbstmitleid.

Ganz großes Kino zum Schlachtfeld des Mittelguten, nur angetrunkenen Vorstadttheaters mit dem hinkenden Intendanten und den guten Ideen, den Wegen gepflastert mit guten Vorsätzen, dem brüllenden Kind, dem Wunsch nach mehr als dem vollen Konto, einem sitzenden Hemd und der Stamm-Prostituierten.

Die Gewohnheit, die den Idealismus gnadenlos zerstört, hat, als hätte sie es geahnt, Whisky im Anschlag in der Rechten, das Nikotinpflaster eingetauscht zur Kippe in der Linken. Und du warst mal so ein glückliches Kind, jetzt bist du beinahe nur noch zynisch meine wundervolle.

Um die Wette trinken um dann irgendwann wieder nirgendwo anzukommen, wach zu werden, uns zu fühlen wie wir aussehen und umgekehrt. Die Brandung spielt ihr immergleiches Lied, die Haare sind feucht, wie die Klamotten, vom Morgentau. Der Kopf weiß nicht mehr so genau was los war, dafür das Herz um so genauer.
Eine Umarmung, mal wieder von der richtigen Person, aber leider nicht die, die die richtige sein soll.

beer

kindpferd

thumbs_thetigreswirls-07

Wir benehmen uns als gäbe es zum tausendsten Male kein Übermorgen, mit der größten Angst vor dem Tod, nur wissen wir langsam nicht mehr, warum wir eigentlich das Leben lieben, tun es aber, einfach so. Vielleicht ist es das, was treibt, treiben soll, treiben muss.

Auf den Trümmerhaufen folgt Hoffnungsschimmer kommt herzensgut und ausgebrannt.
Und dann zurück ins so-tun-als-ob. Und das Beste ‚draus machen, denn was bleibt denn übrig du Angeber? Weiter grinsen, inzwischen zumindest nicht mehr Lachen, zu schlechten Witzen, schalem Mundgeruch und miesem Kleidergeschmack.

Bis man plötzlich merkt, man ist ja doch glücklich. Gerade deswegen. Des Morgentaus wegen. Dem Geräusch der Wellen. Der falschen Umarmung und der verlorenen Hoffnung. Denn wenn alles anders wäre, dann wüsste man plötzlich nicht weiter. Und dann lachst du, auf einmal. Einfach so. Unverschämtes Lachen. Und alle gucken, und du weißt, dass müssen sie auch. Es wurde kein schlechter Witz erzählt, daher wundern sich alle. Und das ist es, es macht dich glücklich. Hier ist es. Du hast schon immer an der falschen Stelle gelacht. Aber deshalb wirst du überleben. Es gibt keine richtige Stelle. Hat es noch nie.

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