Wieder nur uns gefunden.
Trotzdem wir so tapfer gesucht haben.
Nach dem andern.
Waren so schweigsam.
So lange gewartet.
Getan als würden wir’s nicht kommen sehen.
Und dann stehn wir wieder davor.
Etwas zufrieden, nein.
Besonders überrascht, schon.
Entzückt? Ein wenig.
Ein gebrochenes Herz? Wer hat das nicht.
Ein Lächeln auf der Seele? Auch das.

Die Schreie verhallen.
Wünsche werden nicht neuer.
Lesen dann, dass das andere vor uns schon machen wollten.
Denken uns: eigentlich bin ich so ganz anders.
Merken: eigentlich nicht.
Obacht.

Und dann brechen wieder die Beinchen ab,
beim Eintreten in die U-Bahn.
Und ohne Arme kriecht es sich schwer.
Wir beißen uns voran.
Ein Hund schleckt die Lache brav auf.
Ist ja auch eine Schweinerei, die wir da hinterlassen.
Den Hund freuts.
Gegenüber stinkt ein Mensch vor sich hin.
„Der Mensch hat das ganze Abteil für sich erstunken“
Denkt der schwummrige Kopf während der Schwindel kommt
Der stinkende Mensch bietet  Tetrapackwein an
Einen tiefen Schluck später verschwindet dann auch das Bewusstsein.

Vielleicht besser so.

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