Paar Ratschläge, tut gut mal was von zu hören.

Hab Mut
und schwimm mit den großen, lache mit den bärtigen, kämpfe mit den starken, klettere mit den nackten, singe mit den stummen, renne mit den langsamen, falle ohne Boden und siege ohne Belohnung
Sei tapfer
lebe ohne zu erwarten, liebe ohne Groll, Träume ohne Grenzen und Glaube an alle und an dich. Bleibe im Heute, höre nicht auf das, was andere sagen, vertraue einfach blind deinen Freunden und glaube keinem Arzt.

„Sei standhaft, duldsam und verschwiegen“

Die alten Philosophen
und die jungen Zyniker. Zusammen beim Schach gegenseitig ausgebauert saßen sie da, an dem gelbrunden Tisch aus Smaragden und warfen sich Komplimente des Scheiterns an die Stirn. Bis es einem zu wenig wurde, er sich setzte und die Stimme gegen den Sturm an Gerüchen in der Luft erhob. Meinte, dass man alles lassen könne, wenn man sowieso keinen Plan habe, die Welt ein ungerechter Ort sei, er habe nun schon fünf Partien in Folge gewonnen, dabei sei er neu in dem Spiel und so viele Kamele könne keiner reiten wie er gewonnen. Ein älterer erhob sich, nahm die rechte, braune und etwas haarige Hand des jungen Zynikers in beide seiner bereits von Falten durchzogenen Hände und sagte mit einem Lächeln aus seinem Lederhautbraunen Gesicht, mit den unfassbar grünen Augen und dem Wissen um Schach, dass man niemals genug Kamele haben könne, der junge zu schön sei um so viel zu Zweifeln, ein Spiel das bleibt was es ist, ein Spiel, und der Sand noch niemals jemanden nach dem Weg fragen musste. Das sei euer Problem, entgegnete der Junge mit den feinen Häärchen auch auf Nacken und Brust, dass die Alten immer so tun als ob, dabei Lächeln mit wenigen Zähnen und denken, man würde sie verstehen. Doch wer tränke seine Kamele, wer …. ein Blitz durchzog den Himmel und ließ den Tag zur Nacht werden.
Ein Schlag hatte den jungen Zyniker getroffen, die alten bedauerten dies sehr, denn sie waren in der Hoffnung gewesen, wenn sie all ihre Kamele an einen Jüngling verpielen könnten, hätten sie mehr Wasser für sich und ihre Familien. Doch von all dem bekamen die Kamele nichts mit. Sie waren noch immer durstig.

Ingrid und Peter

Am Strand der guten Hoffnung hatten sie sich durch Zufall kennnen gelernt, als Peter mit seiner rechten, von Hornhaut überzogenen Ferse, in eine nach oben hin spitz abgebrochene Muschel getreten war. All die Hornhaut war zu nichts nütze, das Blut fand trotz alle dem seinen Weg nach draussen und auch der Sand, der sich an der neuen Wunde zu kleben versuchte, hatte gegen den frischen roten Strom schlechte Karten. Die Ränder waren bereits von Vorkörnern besetzt, von denen nur die salzigen Peters größere Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Blutend und latent schwer atmend saß Peter mit konzentriertem Blick auf seine massiv-gelbe Ferse dort im Sand, schaute den zähen Bluttropfen beim Fallen und Nachschub-besorgen zu und bemerkte zu aller Anfang nicht, dass sich ein sanfter Schatten über seinen Brustraum gelegt hatte.
Ingrids Schatten ging natlos in Ingrid selbst über, komplett wundenfrei, die, ohne sich mit Namen oder Handschlag vorzustellen,
gleich zu dem Angebot überging, Peters minimal, aber dennoch klaffende Wunde nicht nur beäugen, sondern auch verarzten zu können.
Peter war leicht verwundert, aber ihm war durch das fortwährende Bluten und auf den Fuß gestarre schon etwas mulmig im Kopf geworden, als er das Angebot, zuerst rein akkustisch, vernahm. Als er den Kopf hob, sah er
zierliche, sehr hübsche Weiblichkeit mit enorm schönem Ausschnitt, wobei er zu allererst Ausschnitt und danach Schön wahrnahm.
Als Peter wieder erwachte, brummte ihm noch immer der Schädel und sein prüfender Blick wanderte Bauchabwärts gen Hornfuß. Blut. Tropf. Er hatte also nicht geträumt. Beim Hochwandern des Blickes fing ihn Ingrids Blick den seinen, und das blieb dann erst einmal eine kleine Weile genau so.

Eine Blutung galt es Einhalt zu gebieten, und so ließ Ingrid nach dem Sicherstellen des vorhandenen Bewusstseins Peters, etwas Druck auf die Wunde einüben, hatte sie doch einst gehört, Druck und Zeug würden nach einer gewissen Zeit für eine Stillung eines Blutflusses sorgen. Der Fuß war etwas klebrig und auch seine enorm gelbe Farbe fiel Ingrid auf, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Sie drückte tapfer mit dem Handballen ihrer Linken, war sie doch Linkshänderin, auf die Wunde. Das Stöhnen Peters ließ sie erahnen, dass er wohl doch Schmerzen hatte.
Nach ein paar verstrichenen zehn Minuten überwand sich Ingrid schließlich, ihren Büstenhalter als Verband zu opfern, schnürte diesen mit Kraft, Inbrunst und einem Doppelknoten um die Ferse Peters und versuchte ihn daraufhin zu motivieren, ihr zu folgen, so dass beide zu medizinisch kompetenterer Lösung fahren könnten. Es entstand eine mehr oder weniger flirt-anzügliche Unterhaltung aus jenem Angebot, fand Ingrid, jetzt wo die Wunde am Fuße Peters versorgt war doch auch, dass Peter ein trotz des kleinen Bauches recht ansehnlicher Blutender war. Auf ein solches Kennenlernen über einen Fuß waren beide sehr amüsiert und teilten sich dies in lebendig-schneller Sprache abwechselnd mit.

Schlimm sollte es erst zwei Wochen später werden, hauptsächlich für die atemberaubend schöne Ingrid und ihren tollen Brüsten, dass Peter zum ersten Mal in seinem Leben, er erachtete dies als Kompliment, Ingrid fasste es allerdings nicht als solches auf, mit einer Frau, zudem noch einer solchen Muse wie Ingrid, geschlafen hatte, in allen Menschenmöglichen Stellungen die Menschen fabrizieren können, da er eigentlich nur auf Schwänze stünde, sie ihn aber hätte zweifeln lassen. Jedoch, nun, da Stellungen und Körperflüssigkeiten in allen denkbaren Arten und Weisen ausgetauscht worden waren, würde Peter etwas `fehlen`, dies aber hätte, so sagte Peter es mit Nachdruck, absolut nichts, wirklich gar nichts, mit der grazilen persona grata Ingrid zu tun. Sie sei atemberaubend schön, hätte eine zum niederknien herrliche Persönlichkeit, jedoch sei Peter einfach Schwul und dieser Exkurs hätte ihn leider nicht bekehren können über die zwei Wochen hinaus. Ingrid, die sie ihren BH und ihre, wie sie fühlte, Würde geopfert hatte, für so eine egoistische, dumme Schwule Sau, befand nach jenen zwei Wochen, dass alle, nun tatsächlich alle Männer Schweine seien, räumte aber abseits dessen mit leisen Gedanken zu sich selbst ein, auch aus freien Stücken gehandelt zu haben und ebenso sei der Sex einfach großartig gewesen. Peter hatte ihr auch zwei neue Wunsch-Bikinis eines Namenhaften Herstellers als Dankeschön geschenkt, sie zu diversen Essen eingeladen, und verführt, wie noch niemals ein Mann zuvor- jedoch.

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