„So ’ne gewisse Dosis Selbstliebe ist unabdingbar, um den Menschen um dich herum nicht auf die Nerven zu gehen“

Bonsoir Madmoiselle,

sie hatten mich verzaubert. Es ist fernab des Gewöhnlichem, ja sogar niemals in dessen Reichweite, dass ein Mensch einen anderen derart in seinen Bann ziehen, einnisten und beherbergen kann. Bis zu unserem Aufeinandertreffen war mir die angenehme Wirkung eines Bannes nicht bewusst, noch weniger die innere Wärme, die ein solcher auslösen kann. Wenn sie dies nun lesen und etwas entsetzt sein sollten, so kann ich ihre Sorgen entkräften und ihnen mitteilen, dass dies gänzlich unverschuldet geschehen ist. Wüsste ich es nicht besser, würde ich eine solche von ihnen ungewollt ausgehende Wirkung ihre ‚Aura‘ nennen.
Unbekümmert mit jemandem zu reden war mir ebenso fremd, ohne die Worte im Munde zählen und deren Gewicht abwiegen zu müssen. Manch einer fühlt sich von diversen Wortlasten erdrückt und muss sie sogleich wo anders abladen, oder denkt sie aufwiegen zu müssen, mit eigenen. Nicht aber sie. Ihr Anmut weiß mit solch weichem Geschütz vortrefflich umzugehen, was höchst selten, um nicht zu sagen- vom Aussterben bedroht, vorkommt.
Nicht zu verschweigen ihr äußeres Erscheinungsbild. Nicht zu aufdringlich, aber mit den besten aller Absichten und etwas mehr als gebraucht, aber nicht zu viel, als dass es unangenehm ins Auge gestochen hätte.
Es war ihr Intellekt der meinen Verstand verzückte, ihr Charme der mein Herz erwärmte und nicht zuletzt ihre Einfühlsamkeit den kleinen Dingen des Seins bezüglich, die meine Seele aufhorchen ließen.
Eine Freude war es, meinerseits, kann ich doch nicht für andere sprechen, sie, wenn auch nur für Augenblicke dieses Abends, kennengelernt und hoch schätzen gelernt zu haben.
Die Welt wäre ein besserer Ort, gäbe es mehr Menschen wie sie.

Bewunderung und Entzückung sei ihnen hiermit gewiss.

„Das ganze scheiß Leben besteht immer nur aus Momenten. Und wir bereuen immer nur das, was wir nicht gemacht haben.“

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