Kopf eingezogen und die Hose runter gelassen.
Da erinnerst du dich an die erste Liebe. Deine Worte werden langsam. Dein Nachdenken laut. Du lachst, schluckst es runter, guckst wieder etwas bedrückt und sagst weniger. Und dann irgendwas von „ich“ stotterst dich vor zu „geglaubt“ bis hin zu „das Wahre“. Danach, meintest du, hattest du eine Pause nötig. Die Geschichte ist vertraut, aber unglaublich tragisch, daher lachen wir wie kleine Hunde, die erst das Kläffen lernen müssen, laufen weiter die Promenade entlang und beginnen zu pöbeln, schubbsen, rufen und singen. Das war der Tag, an dem wir beschlossen unser Herz einzsperren, die gesamte Paarkiste sein zu lassen und mehr Promenaden aufzususchen und vielleicht darüber zu schreiben, Lieder oder Prosa, nur keinen billigen Liebesroman, den dann sowieso keiner liest, wenn darin keiner stirbt.

 

Da wo du standest, vollkommen betrunken, und versucht hast, rauszufinden, wer du jetzt eigentlich bist.
Standest, gebrummt hast, mit gesenktem Haupt, tropfender Nase, durchnässten Klamotten und mehr Fragen als Antworten hast du dich daran erinnert, wie es hätte sein können. Hast dich erinnert, wie dir doch alles egal ist, wie schön die Blasen, in denen du umherschwebst, immer gepuffert und abgehoben.
Und dann beschlossen, dass es gelegentlich gut ist, keine klare Antwort zu finden. Nicht immer nach einem Grund für alles zu suchen, denn vielleicht passieren Dinge eben einfach so. Ich war ein wenig stolz, und du meintest, ich solle sofort damit aufhören. Hast dann beim flanieren darüber gesprochen, dass man immer nur das geben kann, was man auch hat. Das sollte man aber nicht immer tun, denn die anderen füllen gerne ihre Taschen und lassen dich dann links liegen. Dein Pessimismus war atemberaubend genau wie du schön. Dann schwieg ich, wie befohlen. Es hat mir sogar gefallen, wer singt schon sturz betrunken und zweifelnd auf einer Mauer flanierend Marilyn Manson nach?

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