Vom Regen getrocknet schleichst du dich nach Hause, die aufgehende Sonne ist eiskalt aber wunderschön.
Du hast heute Nacht nicht mehr festgestellt, als dass du mal wieder deplaziert bist, nicht jeder Ort das hält, was er verspricht, und jede Vorahnung nur so viel taugt, wie die aktuelle Stimmungslage zulässt.

Aus purer Genervtheit heraus hast du mitgelacht, die Menschen und ihre Worte waren nicht dumm oder falsch, aber eben auch nicht lustig, amüsant oder unterhaltsam.

Kassettenköpfe irren umher, gefüttert mit den gleichen Tonaufnahmen, aber mit exquisiter Beschriftung. Als ob der Titel Inhalt verspräche.

Das Versprechen als die größte aller Lügen, die Gelassenheit als Mittel der Wahl und wenn es schief geht, und das wird es mein Schatz, dann atmest du weiter. Und tust so, als wäre nichts geschehen. Dann trinkst du gemächlich dein Glas leer, lernst deine Esstischwand noch ein kleines Bisschen mehr auswendig, versteckst deinen Schatten vor dir selbst und singst das Lied mit einem Lächeln auf dem Gesicht leise mit.

Die vielen, vielen vielen Schlösser aus Sand.

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