Umliegende Häuserwände zerfallen in Selbstmitleid- schon wieder. Du bahnst dir deinen Weg durch die großen und kleinen Brocken, stolperst hier und da, mit deinem Schuhwerk kein Wunder.
Zwischen den ollen, modrigen Brocken tauchen kleine Absonderlichkeiten auf, mit denen wohl keiner gerechnet hat, die du selbst schon mehr für Irrsinn denn Tatsache eingestuft hattest.
Du hast inzwischen begonnen Gesichter zu sammeln, zu hinterfragen und den Ausschmückungen zum Trotz einfach mal kein Neid zu empfinden.
Es ist gar nicht so einfach, stellst du fest- mal wieder. All das hier hattest du schon mal, und doch war es anders.
Ruhe kehrt ein, in dir bricht ein Vulkan aus.
Tumult bricht aus, in dir wird es still.

Irgendwas stimmt nicht, denkst du, blickst dich um, sprichst mit allen möglichen Menschen und erkennst, dass sie es selbst nicht begreifen. Und wenn, dann ist es wieder nur das ihre, vielleicht mit einem Ratschlag, aber nur per Rückwärts Salto auch deins.

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Du nuschelst „bleib bei mir, bitte, ich brauche dich“, und durch den vielen Wein verstehe ich nur „ich möchte dich gern brauchen“.
Zusammen wie Bonny und Cli… sprich nicht fertig, am Ende kommt dann die große Tragik, dieses verhexte, abrupte Ende.
Zentimeterlanger Genuss, eine viel zu kurze Nacht später ist alles vorbei. Wie immer. Angezogen lachst du, blickst dich um, fertig angezogen, mit zerzaustem Haar, die Tür fällt ins Schloss, du bist weg.

Allein mit mir selbst gelassen. Das ist widerlich.

Irgendwo hat sich das Vertrauen beide Beine gebrochen, kommt nicht mehr mit, außer unter größten Schmerzen – du läufst einfach weiter, die Ohrenstöpsel in den Lauschern, eine verspiegelte Brille auf der Nase und nach dem anderen Geschlecht suchend, als wäre nichts geschehen. Bis einer dich fragt vor was du eigentlich weg läufst.

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