Du hattest keine Lust mehr. Von jetzt auf gleich.
Keine Lust mehr auf ein ewiges ‚Hin und Her‘, die Zeit ward wie weg gezogen unter deinem durchtrainierten Leib. Keine Lust, keinen Atem, keine Zeit. Daran zu ersticken, an offensichtlich allesvernichtendem Schießen und Getroffenwerden. So leid, so satt, so viel so genug.
Keine Anekdote mehr neu. Das fahle Gesicht so sattgesehen, nicht weil tausendmal hin geschaut. Mehr weil tausendundeinmal totgeredet. Ohne ein Lachen, ein Lächeln, ein Schmunzeln oder ein Grinsen. Nur dummes Gerede, keiner wills wissen und keiner wird es, um Kopf und Kragen, Sinn und Verstand, vom Glauben abkommen, um ihn zu entdecken- wo er nicht hingehört.

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Aus heiserem Gebrüll wird leises Säufzen, ein dicker Kopf und die Leere darin. Zu viele Worte haben das in Schutt und Asche gelegt, was das Herz shilouettenförmig erschuf. Hättest du es doch träumen lassen. Nicht aufwecken, wem soll das nütze sein.

Also holst du tief Luft, die letzten Reserven, für kein weiteren Anlauf außer um zu gehen, oder halt kriechen, nur raus hier, weg von da, bitte jetzt auch nichts Neues, nicht schon wieder.

Ich will so nicht sein, NEIN, so  b i n  ich nicht. Ich bin kein Sammelsorium an Rummaulereien verdammt die Tränen fließen deine Wangen herunter, tropfen dumpf und unauffällig auf den plüschigen, beschen Teppich. Verdammte Scheiße, ich bin eine Kämpferin.
Ja- eine maulende, denkt er, sagt aber nichts, und zieht sich null Prozent behutsam seine durchlatschten Schuhe an, braunes Wildleder.

Viel Erfolg beim Kämpfen.

Bleib tapfer.

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