Endlose Brücken mit tief roten, warmen und rauschenden Sonnenuntergängen. Betrunken von dem anderen, dem Hier und dem Jetzt, versucht gerade stehen zu bleiben nur um sich umfallen zu lassen. Alles Laufen ging nirgendwo hin, genau dort wo es hin soll, auch wenn es keine Ähnlichkeit hat, sieht es doch gleich aus. Glitzernd und still liegt das Wasser dort unten, kein Muchs, keine Bewegung, nur ganz viel Spiegel heute Nacht- du schubst deine Illusion hinein, kein Plätschern, und lässt sie davon treiben- Bewegung im Aalglatten Funkeln.

Paris riecht nach Flieder, Lavendel und einer warmen Decke, denn du frierst immer, wenn du schläfst. Kein Krieg und aufgepumpte Muskeln heute. Nur eine Zeitung, der Kaffee und die Zigarette: „Ich weiß, das Zeug wird mich eines Tages töten. Und bis dahin gönn’s mir doch einfach“. Von Flieder benebelt kommen am Piano die Töne zum tanzen, deine Finger als kleine Akrobaten, mit nichts mehr an als diesem Slip, einem unverwechselbaren Lächeln und schon wieder, eine Sonne die trieft vor Farbe, als würde sie einen neidisch machen wollen auf sich selbst, ihre Vollendung in Wonne, Dasein und Vergessen.

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Der Boden knirscht, knarzt wenn man darüber läuft, lange Nachthemden sind sexy, die Vorhänge wiegen sich im lauen Zug der Luft, Frieden erhält Einzug, das hier gehört uns.

Das Gebrüll der Stadt wird zu nichts weiter als schallendem Gebell zwischen Häuserwänden an denen der kleine Efeu klettern übt. Die Bäume, an denen du früher Glöckchen warst, im angerissenen, mit Grasflecken übersähten, rosa Kleid, ist nun der Schattenspender und weiser Knabe, du behandelst ihn gut, mit Lichtergirlanden und Gitarre-spielenden Freunden, kratziger Stimme zur Begleitung.

Wenn es hätte besser kommen können, wäre es niemals so schön geworden.

Zum Tanzen und Zögern geboren.

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