Und da ziehen sie vorbei, die Wolken des Vergessens. Unlängst hast du verlernt auf sie auf zu springen und mit ihnen die Aussicht zu genießen. Stehen geblieben während andere fortrannten, zurückgeblieben umgesehen und nach alten Gesichtern neu verformt Ausschau zu halten.

Grandios war der Anfang, kurz dann abrupt die Vollbremsung, das Aufwachen, das Kopfschütteln und der aufhellende Wunsch nach einem neuen Sprung vom zehn Meter Brett des Schicksals.

Wem sollst du das nur erzählen, der auch zuhört und es wissen will. Wem nur. Grübelnd lernst du vieles, immer wieder, die Ruhe ist inzwischen ein treuer Begleiter geworden, über so ziemlich alles. Sitzt du da und betäubst dich mit allerlei, es ist nicht egal, aber wichtig ist es auch nicht. Am Ende steht ja doch keiner, der eine glitzernde und ach so wertvolle Medaille überreicht für das best- gelebte Leben.

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Doch vielleicht ist es genau diese emotionale Blase im Laufe der Zeit die sich wundreibt und du musst erst lernen, Schritt für Schritt, in immer wieder neuen Schuhen, damit zurecht zu kommen. Doch eine Antwort darauf wirst du kaum erhalten.

Da ist die Sehnsucht nach einem Bett, das nicht nur nicht leer ist. Es soll auch vertraut sein. Und das ist knifflig und kommt und geht mit Tagen und Stunden. Vertrauen blitzt nur kurz auf, ein Wimpernschlag, und vielleicht sogar Geborgenheit. Zieht sich dann, frisch verschwitzt, die Klamotten wieder über, packt seinen Kram, und haut auf dem kürzesten Weg nach draußen ab.

Da sitzt du, in der altgewohnten Haltung, grübelnd, was dass denn jetzt schon wieder war. Der schrille Anfang und das böse Erwachen. Die schnelle Nummer gegen ein Leben mit zu vielen Fragen.

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