Dein Gesicht zerbricht. Das linke Auge will nicht mehr, suppt aus seiner Augenhöhle raus, klopft am Bündel der Sehnerven hängend mit jedem ziellosen Schritt einmal mehr gegen den Wangenknochen.
Du stolperst ein wenig gleichgültiger über ein zerbrochenen Corpus, der schon angetrocknet den Weg ziert. Ein bisschen Rot schimmert unter der schwarz gewordenen, seltsam süßlich duftenden Kruste noch durch, du denkst dir, irgendwie doch wie Lava, langsam abkühlend nach dem Ausbruch.

Du zwingst deine Beine, weiter, auch wenn es deiner Kraft nicht passt, sie hätte lieber eine Pause- für immer.

Aber es gibt kein für immer. Es gibt kein nie. Kein nicht und kein doch. Du bist durcheinander, siehst eine Krähe, lachend, sie hat dein baumelndes Auge gesehen und merkt beim Anblick, wie hungrig sie doch ist. Nur noch ihre Flügel sind voller Federn, glänzend und tief schwarz, ansonsten ist sie nackt. Selbst die Vögel legen ihre Kleider ab, denkst du stolpernd weiter. Wenn alles nackt ist, alles blank, dann wird es verdammt kalt werden, ahnst du.

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