18_thumb[1]

helena

Der Glaube verschwindet und wird immer kleiner, so hundertprozentig und unaufhaltsam wie Kinder wachsen, und groß werden.
Leben um gelebt zu werden, du lachst, hüpfst, schreist deinen Liedtext in die Luft, hörst ihm beim Verhallen hinterher. Das Leben wie das beklettern einer Eiswand, rutschig, unsicher und kaum Halt- eiskalt.
Mit einem beklemmenden Gefühl hast du den Blumenstrauß überreicht, lila, rosa, sanfte Rottöne, weiß und flieder. Nichts hast du gesagt, einfach nur die Blumen, sie hatten einen herrlichen Duft, und bist stehen geblieben. Stumme Tränen, das Land, in dem Sex endlich mal keine Rolle spielt, und dann doch eine Hand die deine greift und am anderen Ende wird gefragt, ob sie mit weinen darf, es ist so lange her, dass aus ihren Augen auch diese Emotionsströme kamen.
Aus einem „Danke“ wurde ein „du sollst“, aus einem „du kannst“ ein „du musst“ und aus einem Gefallen ein Selbstverständnis. Keine Fragen mehr, sondern Urteile, denn sie wissen ja sowieso alle viel besser was passiert, haben die Wahrheit auswendig gelernt und unterm Strich wollen wir doch alle das Gleiche, oder etwa nicht?
Frech. Und du lachst, in deinem Liedtext geht es darum, dass man so häufig keine Ahnung hat, was man eigentlich will, und dafür kämpfen muss, immer öfter, nicht nur hier und da, dann wird man schon sehen, und selbst wenn nicht, dann hat man’s zumindest versucht.

Deine Träume schmecken gut, aber etwas mit richtigem Geschmack wäre eben auch nicht verkehrt, selbst wenn deine Zahnlücken das Kauen bisweilen etwas schwer gemacht haben.

tumblr_ky3za8STd31qzuhd2o1_500

tumblr_kx0boluHjq1qzsb00o1_500

fallapart194_nickelcobalt-tumblr-com

hiroshi-sugimoto--5thavetheatre-seattle-washington

3010waa

raoviju_atflickr_1

Advertisements