Niemals toppt immer; Die Grenze des Grauens, schlimmer, da geht noch was, schlimmer!
Gewippt mit dem fahlen Lachen im Gesicht, alles abgesagt, heute nicht. Die Keule mit dabei, der Sack, links unten, im Sand, er strampelt und wehrt sich, wer hätte erwartet, dass wir diesen Bastard gefangen bekommen? Die Keule gibt’s aber erst später, warts mal ab du Sack, strampel ruhig noch etwas und schreie, wir haben extra die Musik leise gedreht.

Die Zeltplanen öffnen sich für eine weitere Mitleidstour durch die inneren Oasen der Vorstellungen, hereinspaziert in das Kuriosenkabinett der Wünschelrutengänger, der Traumtänzer und ewigen Kinder, derjenigen, die es längst verstanden haben, aber einfach nicht einsehen wollen.
Wer hier landet, der hat alles schon gesehen, und die Besucher sind ab heute die neue Abwechslung, ihre Gesichter das Fest auf das alle gewartet haben, nur aus dem Sack, aus dem werden sie nicht schlau. Denken, man muss dem armen Sack doch helfen. Wie er sich dort windet und augenscheinlich schindet, die Öffnung sucht, dabei ist Sand keine üble Grundlage für solch einen Banausen! Daran denkt mal wieder keiner. Sand ist kleinlich. Unnachgiebig. Und kann sich trotzdem anpassen wie kein zweiter, kommt überall rein und ist immer was er ist. Was man von den Gesichtern nicht gerade behaupten kann. Die sich ergötzen an all dem, was sie sich angucken, in der Hoffnung, viel zu finden, was sie nicht sind, nie waren und vor was sie das Schicksal bewahrt hat.

Sucht nur, ihr fleissigen Visagen des übertrumpften Daseins, ihr Könige und Königinnen des Einredens, ihr Ballettzwerge auf Stummelbeinchen, ihr Taugenichtse der Sisyfosarbeit.

Fertig gewippt spaltet sie sich die Zunge, unheilvoll aber vorbereitet, kitzelt den Sack ein wenig, die Keule noch immer im Anschlag wissend, bis der lachen muss. Lachen ist gut. Inzwischen sind viele Menschen gekommen, aber auch allerlei überflüssiges Treibgut, aus allen Ecken der Illusionen, die Zähneknirschend und Fingernägelkauend auf den hoffentlich großen Knall, die fiese Dresche mit der Keule warten.
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Im Kabinett konnten sie viel staunen und schlucken, erschrecken und der ein oder andere hat sich auch übergeben, in Anbetracht der gefeierten Parties oder nicht ergriffenen Möglichkeiten. Doch alle fühlen sie sich nun verwundert und wollen trotzdem mehr. Tat der Sack ihnen noch Leid, nervt sie sein Lachen statt Gewimmer, einige rufen bereits „gib’s ihm! Los! Drauf!“. Dabei wissen sie gar nicht, wer in dem Sack ist.

Die gespaltene Zunge denkt sich nichts weiter, kennt sie es doch nicht anders, und lässt es gut sein. Und Keule Keule.
Schaut auf die Menschen und lacht. Das Gesicht so unglaublich hübsch in Grimasse gelegt.

Der Vorhang fällt. Und es wird bunt. Einfach nur bunt.

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