Das Leben hatte sich den Hals verrenkt, beim umhersehen und zurechtgucken, nachglotzen und betrachten was so passiert.

Das Schicksal hat sich verschluckt, hat einen hochroten Kopf, ist am Husten und Röcheln, bekommt den Zufall einfach nicht rausgespuckt, hat kurz mal nicht aufgepasst und nun die Augen voller Tränen.

Und dann bist du nicht da.
Wolltest, hast so viel darüber nachgedacht, geschrieben, und dann, bist du nicht da- wirst nicht da gewesen sein.
Wusstest es sogar schon davor, und konntest nichts machen. Es ging schon, aber irgendwie auch nicht, eine Priorität die du zu setzten auf einmal nicht in der Lage warst.

Alle Rankings wie abgeschafft, weder egal noch wichtig, einfach mal nichts, aber dass hatte den ganzen Raum eingenommen, nachdem es durchs Fenster herein gekommen war.

Kann man da sein, wenn eigentlich nichts mehr ist?
Und wenn man es kann, macht man es dann für sich selbst, oder für alle anderen, die halt auch da sind oder wofür, wenn man doch die Zeit nicht anhalten kann, nicht einfrieren.
Ein Lachen, das wie ein osmotischer Sog für alle besorgten Gesichter ist, ein Persönlichkeit: ein Hafen für verlorene Seelen.
Ein Vertrauen, in der Wüste von Gobi, die Ruhe selbst auf sich gebaut, zur rechten Zeit am rechten Ort, aber die Welt, nein, die wirst du nicht retten, da müssen wir alle ran.

Manchmal horchst du in dich rein, und hörst dein eigenes Schreien nicht, aber auch kein Gesang, keine Chöre und keine Melodie. Dann weißt du, es ist an der Zeit weiter zu machen. Einfach so. Auch wenn du nicht da sein kannst. Obwohl du es wolltest. Und nicht weißt, unumkehrbar von vorn herein, was damit geschehen wird.
Ein innerer Umweg, auf dem Weg zum Horizont der vielen Umwege, Verzweigungen, großen Meere und kleinen Träume.

Was daraus wird, du kannst es nicht sagen. Aber du kannst versuchen nicht aufhören zu wagen. Nicht aufhören zu versuchen, wieder und wieder, auch wenn die Arme baumeln, die schweren, störrischen, widerspenstigen Glieder und Gedanken, die sich ausruhen, zwischen gestern und heute. Sie bleiben heute dort und kommen nicht mit, sie brauchen eine Pause, und wer weiß, vielleicht machen sie es sich dort für immer gemütlich. Das wär doch was.

Advertisements