Nur da, damit die Einsamkeit betäubt wird, wider besseren Wissens.
Nur da, weil irgendwie ist es halt auch schön, der fremde und doch so vertraute Atem, leichte Duft nach Schweiß und dem Parfum, fast verschwunden. Ob’s leicht ist, fragst du in dich hinein horchend, wissend um deine hohe Kunst des Selbstbetrugs. Klar, leicht ist es alle Male, nur schwer auszuhalten.
Der fremde Atem mag deine Augen und du die mageren Berührungen, sind die ehrlichen so selten geworden. Die, die übrig bleiben, und sei es nur für Momente wie diese, solche kurzen Blitze, die Nacht erhellend, wenn ein Teil des fremden Korpus auf deinen Arm plumpst, tief atmend, Fleisch auf deinem. Und du erschrickst, weil du darin voll Wonne zerfließt. Wonne des Berührens, des Wissens wie es wäre wenn man nicht alleine ist. Doch die Augen da neben dir werden sich öffnen und mit ihnen der Mund voll Dummheiten und Spinnereien, schrägen Weltansichten und plumpen Kommentaren. Eine kleine Lüge tötet noch lange nicht, sagt der Geruch, der sanfte, von Schweiß, aber er besiegt auch keine Vernunft.

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Kurz so schön, so vorgestellt geborgen, missverstanden unallein, fremd berührt und um den Schlaf gebracht.
Wohin das führt? Du hast vor einiger Zeit die Frage beerdigt, für Nonsens erklärt, direkt nach der Verbannung der Existenzberechtigung eines „gut“ oder „böse“, was ersetzt wurde durch „so ist es“.

Eiskalt mitgefühlt für das was auf dem emotionalen Tagesplan des „Danach“ stehen wird, wenn der Atem verduftet und der Schweiß sich verzieht. Und alles, wirklich alles dich wieder nur an dich erinnert, und an das, was du weißt, wie es wäre, aber eben halt nicht da ist. Und was irgendwie fehlt und dann wieder nicht. Aus der Verwirrung erwächst etwas wunderbares?

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