Träume von Diamonds und Cash vernebeln deine Träume, dein Handy klingelt, doppelte blaue Haken, aber nicht der Inhalt, den du wolltest. Also Coke und Kippe, mehr so tun als ob, niemals weiter entfernt von so ist es. Der Traum einer Rampenlichtranderscheinung, einer mehr, Augen zu in der S-Bahn, nicht Blinzeln, den Moment festhalten. Was ist nur passiert?

Eine Schlammschlacht des besseren Wissens, der neuen Vorsätze, der verlorenen, aber nicht aufgegebenen Hoffnungen, und was bleibt ist das schnelle Abtrocknen nach der Dusche, beim rasieren geschnitten, der Scheiß hört jetzt gar nicht mehr auf zu bluten, Handtuch schnappen, bevor das Frieren anfängt. Flachbildfernseher aber kalte Heizkörper.

Ein Finger wandert in die Nase, ein anderer puhlt den angetrockneten Schorf von der Wunde herab, der Chef hat gelächelt, das ist ein gutes Zeichen, also weitermachen, Zuckerbrot und Peitsche, auch wenn das Mosaik langweilig eintönig aussieht. 22 Jahre, alles in Ordnung, aber kaum Träume, nur ein mageres Ziel, die alten belächelt, da kommt man selbst nie hin. Die Ewigkeit bis man dann wieder zu viele Wagnisse nicht gemacht hat, seine eigene Moral verflucht, die besten Ausreden zu den miesesten Beratern werden und die Reue an die Stelle des besseren Wissens tritt. Also doch anders.
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Ein Buch herangezogen, dessen Inhalt man endlich mal versteht, Literatur sind in erster Linie Gedanken, aufatmen und wissen: endlich denkt mal jemand wie ich. Spannend gedacht, spannend geträumt, im Dauergleichen aufgewacht, System gegen Chaos, dass es funktioniert wenn man sich darauf einlässt. Das Chaos ignoriert, bis es dich dann findet, und alles niedermäht, als hätte es nie etwas anderes davor gegeben. In der Wüste seiner selbst erwacht, ein schwerer Kopf, aber keinen Plan.

Nur wer alles verliert kann alles gewinnen. Alles.

 

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