Es hatte ein Ende gefunden.
Hier also ein weiteres Ende, eines von zehntausenden anderen Enden die es davor schon gab. Sie hören nicht auf zu kommen, und manche stellen sich trotzdem nicht ein, die dummen Schweine.

In der Zwischenzeit, also zwischen dem einen Ende und dem anderen, und einem, dass einfach nicht kommen will, und sei es das eigene, stehst du da und erträgst. Nicht nur den GinTonic, das Bier und den vielen Wein. Auch nicht nur die guten Freunde, die auch Endependeln, nicht nur die guten Serien, die selten guten Bücher, den guten Sex, das Beieinandersein und das nach einem langen, beschissenen Tag nach Hause kommen und die Krise kriegen, weil es da aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen; und es dir komischerweise inzwischen kaum mehr was aus macht.

Nein, nicht deswegen. Nicht wegen der großartigen Zwischenmomente des trotzdem Lachens, zwischen schon wieder nicht irgendwem irgendwas zufriedenstellend genug kredenzt, nein nicht deswegen. Auch nicht, wenn die Angst, die Sorgen anderen auf den Nerv zu gehen, mal wieder einfach so im Boden versickern und du auf alles um dich rum scheißen kannst, weil du für einen kurzen Augenblick wichtig von unwichtig in dem schwammigen Lebenschaos unterscheiden kannst, nein, auch nicht deswegen.

Auch nicht wegen der kleinen Häfen, in die du jederzeit einlaufen kannst, die einfach immer, immer für dich da sind, nicht urteilen, ein warmes Bett und Essen für dich bereit halten und eben wissen, wie beschissen hart es mit dem Vertrauen von anderen ist: ihres ist um so sicherer. Denn sie haben ja auch deines. Also mach weiter. Ganz besonders wenn du bis zum Hals im Dreck steckst.

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Sondern weil die Zahnlückenmonster, die dreckigen Wichser, die verschissenen Spielverderber, die schlecht gelaunten Pessimisten auch mitspielen dürfen, weil häufig die etwas bekommen, die es nicht verdienen. Dabei muss man einfach nur tricksen. So viel es geht. Und eben zu sich selbst ehrlich sein. Ende aus. Interessiert ja doch keinen.

Wiedersehen am Tresen der fiesen und vielen Versprechen. Mit Gläsern prall gefüllt mit Hochmut und Zuversicht, Lachern die genau so lange bleiben wie die Nacht dunkel. Wiedersehen mit einem fremden stöhnen, einem weiteren Versprechen. Wiedersehen mit sich selbst. Dem Spiegelbild. Der Meinung der anderen, sobald die Tür hinter einem ins Schloss fällt. Also weitermachen. Und wieder lernen, was man eigentlich schon weiß.
Was einem die Tresen flüstern, die stinkenden Holztresen, die kurzen Lacher Zwischendrin.

Und was eigentlich so schlecht gar nicht ist. Nur eben nicht ganz so einfach. Aber das ist schon OK.

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