Auf jedes Festhalten folgt ein Loslassen.
Ein eng umschlungen wird zu jeder seines eigenen Wegs.
Der eine den warmen Kaffee, der andere doch den Tee.
Der eine langsam und ruhig, bitte.
Der andere zerzaust, lustig und hungrig auf alles mit Leben.

1n

Das Gestern verläuft sich im zähen Bodenbelag des Vorgesterns, einst war es noch nicht mal da und jetzt schon Geschichte. Kaum halbgar und nicht genug, schon überflüssig, hinfällig, viel zu viel und aberwitzig das überhaupt mal dran gedacht.

Das Herz findet seinen richtigen Rhytmus, nur um ihn dann wieder zu verlieren.
Vollkommen desorientiert trotz bestem Wissen und klarem Blick, um dann, weg von allem und jedem, das Labyrinth an Unbrauchbarkeiten zu überschauen und dem warmen etwas in sich drinnen etwas gutes, reifes, besseres zu spendieren. Verlernt auf dieses warme zu hören.

Das Bier war grandios. Das fünfte auch noch.
Das Ansprechen vor dem Klo neu. Unerwartet. Das zweite noch viel neuer. Viel unerwarteter. Der Abgang kalt und ungemütlich, mit zu vielen Fragen, nassem Haar, einem leeren Bett, wirren Gedanken und mehr Durcheinander als Ordnung.
Manchmal, so scheint es dir, kommen dort, wo du erwartet hattest weniger anzutreffen, mehr auf dich zu. Zweifel. Da wo keine sein sollen. Erinnerungen mit miesem Timing. Was wollen die eskapadischen Retrospektiven hinter geschlossenen Lidern, wenn man gerade das Taumeln auf dem Pflasterstein hinter sich gebracht hat?

Und dann auch noch ein schöner Traum. Ausgerechnet dann. Ein Traum, der dir sagt, hör her, das Immersuchen wird nicht im Finden enden.

Und was wenn er das gewesen ist, der Startschuss zum Allem oder Nichts?
Die Farce zum Augenblick verkommen, der Schritt zum Laufen und die Faust zu Hand?
Wohin denn noch, wenn die Bars nicht mehr so schön lächeln, die Ruhe erst beim fortwährenden weiterfahren und man selbst irgendwo zwischen weiter vorne und mittendrin stehen geblieben ist, um die Aussicht zu genießen, weil man die Schnauze so voll hat?

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