Sodbrennen und ein dicker Kopf, kein pralles Portemonnaie und die große Karriere. Vergammelt mit Freunden, das Nobelste die zum Hochglanz polierte Vierradschleuder, thronst du mit deiner Baggy-Trainingshose und deiner glattrasierten Fleischkrone auf dem Kühler. Endlich kann man auch ohne großen Verdienst an Kohle kommen, endlich das aus dem Fernsehen kaufen, aus den Katalogen und all jenem, dass vom Hörensagen nur der ominösen Upper Class vorenthalten war. Da gibt’s dann endlich Kokain, Nutten, Alkohol und schlechtes Benehmen im noblen Fummel. Was sich also zu ändern scheint ist der Fummel, die Location und die Preise. Aus. Wie ernüchternd.

Bildung ist schön und gut mein Bester, wirklich. Vor deinem Intellekt machen sehr viele einen Knicks, nicht nur scharfsinnig bist du und schnell, sondern auch clever und witzig. Der Witz als charmante Waffe gegen Massive aus Starrsinn und Verbittertheit ist ein Anfang, der sich sehen lassen kann. Wäre da nicht… es gibt einen Film. Einen Film über einen Mann, der in eine ihn bis dahin fremde Welt eintaucht. Diese neue Welt, und ich meine nicht die Brave New von Huxleys Drogeneskapaden geschriebene, sondern eine Gary Glitter mäßige, nur in Persona, wird in der Wahrnehmung dieses Mannes von einem Charakter versinnbildlicht. Da ist alles, was diesen Mann (den er kennen lernt) beschäftigt, nicht etwa das wilde Treiben auf dem Vorhof der Wirtschaft und des Imperiums, nein. Es sind: Muschis. Das wars. Um diese zu beeindrucken gibt es exorbitante Feten, exorbitante Schlösser, Häuser und Wohnungen, exorbitante Autos und … den Versuch, Abends nicht allein im Bett einzuschlafen, mit oder ohne Gesellschaft, sondern tatsächlich mal jemanden neben sich liegen zu haben, neben dem man gerne aufwacht mit der Gewissheit, alles beruht just diesen Moment auf Gegenseitigkeit. Great Gatsby, sollte diese Geschichte nicht auf weitere Erkenntnisse prallen.

bicycles

Und doch versinkst du in einem See voll Scheiße. Trotzdem. Alles haben und sich hinter den hübschesten aller Fassaden verkriechen, verstecken, bibbernd nicht hervor kommen wollen. Alles bezahlen können, aber die härteste Währung, so lehrt uns der kurze Streifen dessen Titel so wunderschön und, auch hier: ernüchternd, ist, erneut eine kurze Exkursion in die Welt der Fiktionen, Magnolia. Wunder, wunder wunder schön. Toll. Hinreißend und beeindruckend. Doch am Ende, und sei dir gewiss, ob mit 25, 65 oder 95, es kommt, Fällt der vielzitierte Vorhang und was bleibt ist nichts. Außer dir und deinen Geschichten. Außer dir und deiner Angst. Außer dir und deinem Mut. Und außer dir und dem, was du gemacht hast.
Doch niemand will das lesen, hören oder darüber sprechen. LA VIE! Ob mit „c’est“ oder ohne.

Advertisements