Hör auf dich zu ducken. Das ständige Kleinmachen nervt. Auf Dauer bekommst du einen Buckel und dann ist nix mehr mit gleicher Augenhöhe. Überall stehen Scheffel rum für dein Licht, aber nur die Deppen stellen sich drunter.
Also hör endlich auf mit dem Theater. Geh und lern Boxen. Und Laufen. Lern Lesen und Schreiben, lern das Lernen, lern Disziplin und Charme, und vor allem, vor allem vor allem: lerne dich selbst. Selbst kennen. Selbst riechen. Selbst schmecken. Selbst anerkennen. Selbst schätzen. Selbst mögen. Selbst sein. Selbst wissen.
Sonst muss das wieder ein anderer für dich übernehmen und das nervt auf Dauer. Keiner will anderen ständig sagen wie toll sie sind. Das sollen die schon alleine wissen.
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Klar, viele übertreiben es. Sie denken, sie seien kein Licht, sondern Sonnen, die durch die Gegend stiefeln. Was diese Leuchten dabei vergessen ist, dass niemand zu nah an eine, was auch immer für eine geartete, Sonne zu nah ran kommen sollte: alles zerfällt in Schutt und Asche. So auch bei den Rindviechern. Weit und breit ist niemand, der sich da ran wagt geschweige denn ran will.
Die Sonne, so glaub mir, ist kein gutes Ziel. Ein besseres? Licht. Und ein gutes, eigenes Licht. Das nicht den nächsten schattigen Ort sucht, sondern eben so ist wie es ist. Vielleicht mal heller an anderen Tagen etwas weniger. Aber stets leuchtend.

Nur bitte, hör endlich auf zu zittern, zu bibbern, zu stottern und kalte Gliedmaßen zu haben. Zusammen stark sein heißt, jeder ist stark, auf seine weise. Und bei vielen Lichtern wird’s bunt. Also her mit den Farben.
Im Schatten gibt’s all so was nicht: Farben. Und stell dir vor wie es wäre, so schwarz weiß da draußen.

Und bitte hör auf zu jammern. Richtig Heulen dann und wann, bitte. Aber dieses Gefluche und Gejammer, was wäre das denn unterm Strich. Eine jammernde Symphonie? Ich bitte dich. Lern singen. Dein eigenes Lied, deine eigenen Töne. Und irgendwann erklingt, wenn sich alle Mühe geben, ein Lied. Ohne Jammern. Sondern mit Gesang.

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