Und jetzt lächeln. Drum herum alles am explodieren hier auf weiter Feld unter dem Sternenhimmel, das wirft ein warmes Licht. Schön Zähne zeigen, von mir aus auch Arme in die Luft. 

Sabine hebt beide Ärmchen, die leicht kräftige Shilouette ihrer Bizeps wirft einen bizarren Schatten auf den Boden. Sie schaut ihn an und denkt nur, wie lächerlich das doch ist. Frau mit Bizeps. Prallem, kräftigen Bizeps. Wer bist du Sabine?

Nun, wo sowieso alles zu spät ist, in die Luft fliegt, von der Zerstörung unumkehrbar heimgesucht wird kann sie es endlich sagen, es endlich einsehen, endlich mal ehrlich sein zu sich und dieser, nagut, nennen wir es mal Welt.

Das warme Licht der reisserischen Gewalt löste innere Ruhe und unwahrscheinliche Gelassenheit in Sabine aus. Ließ sie den achten Stock in 38,72 qm2 vergessen, die Legebatterie des Großstadtglücks. 

Die Hunde die vor sich her winselten brachen ihr das Herz. Das wars dann aber auch schon, den mageren Rest ihren Herzens brauchte sie für sich. Hatte seither selten jemand ohne massive Hintergedanken nach gekräht. 

In einem Krieg in dem es keine Gewinner gibt, mehr Zerstörung als ein Mensch aushalten und danach erst endlich Frieden geben kann. Frieden in einer ausgebrannten Welt, Tundra aus Asche und Staub, einer Welt in der kein Leben möglich ist: endlich Frieden. Und Sabine lächelt. Scheiss auf den Bizeps denkt sie noch. Und das Feuer wütet. 

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