Das Herz flüstert leise, doch der Verstand versteht kein Wort. Keins.
Die Welt, das Meer, die Seen voll Tränen, die Kokainflüsse, druffi-Hasen und Speed-Fische. Ein pralles Sonnenuntergangdekoltee an dem wohlgeformten Strand.
Lüsterne Zahnlücken lassen heftigen Mundgeruch entweichen, etwas Speichel, dumme Bemerkungen und zur Krönung umgibt diese Erscheinung im warmen Licht der Geruch aus Tausendundeinernacht..vergessen zu duschen, aber dicht.

So betrachtest du mit den Händen im Schoß durch den Tunnelblick die Supernova der Gefühlsausbrüche von mindestens zwei schwer Introvertierten und das mitten auf dem Sand. Großartig wie du so versackst in dem Treibsand aus gestrandeten Hoffnungen, makabren Illusionen und fuchsteufelswilden Schweißausbrüchen. Kaum vorstellbar, dass dieser Knäul dort liegend mal aufrecht gehen konnte, geschweige denn dabei schön aussah. Aber doch.

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Die Welt in einem anderen Stockwerk blickt auf die Kadaverartigen wurmbewegungen an diesem perversen Strand, nippt an dem kalkiegen Glas voll Promilletrunk, rülpst und reibt sich die Wampe. Siebzichzehn klebt außen an der Eingangstür, aber es ist Wampes eigene. Die wirklich eigene. Siebzichzehn. Selbstzufrieden gurgelt die destillierte Lösung im Bauchraum und erlöst die Sinne vom sinnieren. Dreckspack. Eine alte CD in den klapprigen Player eingeschoben, Klotür offen gelassen, auf der Schüssel laut mitgesungen. Das ist Leben. Da muss man nicht dort runter. Lebenstraum: Blumenkastenpetersilienzüchter. Bauchnabelfrei. Mit dem Wissen: wenn da Haare auf dem Rand der Schüssel kleben, sind’s halt seine. Siebzichzehn. Siebzich verdammterscheißdreck zehn. Leise summt der Kühlschrank. Leise dudelt die Musik.

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