So ganz langsam verrotten. Und wer verrottet, der hinterlässt eben auch Gestank, ein paar Spuren, und wenn es nur die öden, allgegenwärtigen Gebeine sind.

Dann wird vielleicht irgendwann jemand kommen, oder jemand anderes, sich den ganze Zustand anschauen, sich ein Bild davon machen, etwas zu jemand anderem darüber sagen, alles als wichtiger oder doch unwichtiger deklarieren und darauf aufmerksam machen, dass alles irgendwann sterben wird.

tumblr_l1puvaisky1qa2u8lo1_500Dann treffen sich alte Freunde wieder. Nach einer längeren Zeit. Zu viel Kaffee, ein bisschen zu wenig Sport für den weltlichen Verstand des Stadtbürgers, müde Augen, so viel erlebt und kaum noch Lust wirklich darüber zu schwadronieren.
Ein kurzes zugenicke. Endlich mal eine Konversation ohne viele Worte. Mit Kaffee. Der Teetrinker entscheidet sich heute auch für einen. Der andere, nichtraucher, schnorrt beim eigentlich nicht Kaffee-trinker eine Fluppe. Und los gehts. Die Beinchen sind dort munter, wo der Kopf die Pause braucht und der Geist schlapp macht. Drei Mal wird eben diese Prozedur zwischen den beiden Freunden, ihren Geistern und Füßen wiederholt. Bis sie dann ankommen, wo sie nicht hin wollten. Nach einigem betrachten des neuen Spektakels entscheiden sich beide, nickend, für Bier. Und Fluppen. Der Nichtraucherfreund kauft sich ein Päckchen, weder das erste, noch das letzte, aber heute schmeckt was sonst über Jahre uninteressant in der Ecke liegt. Das Spektakel wird für gut erklärt.

Beide zurück zu mehr man selbst, als ein anderer. Mehr von nichts und damit mehr von allem.
Nach dem siebten Bier geht es zurück zur U-Bahn.

„Schöner, verdammt schöner Tag, auf bald?“
„Auf bald, alter, auf bald.“

Auf dem Balkon noch eine letzte Nichtraucherzigarette geraucht. Hauptsache irgendwas entschieden. Für heute. Das muss reichen.

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