Leere Augen schmeißen Wundermacher, Extzentrikburner, Erlebnispusher und gnadenloses Weitermachen. Füllen sich mit was-wäre-wenn, lassen die Synapsen tanzen im Takt der Musik, bewegen ihre Beinchen, nur kurz, jetzt, heute, dabei sein, fallen lassen im Strom der grünen, blauen und roten Laserpunkte. Untergehen in der Menge die mit zum Lachen gebrachten Gesichtern die Geräusche vom Lärm betäuben lassen, der Tag und die Nacht verschwimmen zusehends, Hell und Dunkel mischen sich zu einem uneinprägsamen Grau und alles wird so so gut, so so egal. Denn was hat denn das Hier und Heute sonst zu bieten, außer den schlecht rasierten Bart der Chef’s, den sauren Atem vom Kollegen, dem zynisch-naiven Partner der nur darauf wartet, und es kaum erwarten kann, dass da noch so viel mehr kommt?
Also fallen lassen nach dem Schmeißen, unter dem runden, eckigen, lustigen und erschreckenden Gebilde wegtauchen im Wohlklang der Gleichmäßigkeit. Verschmelzen zu einer gigantischen Masse aus Jetzt, gleichbleibender Input, der nicht überrascht, nicht weh tut, und nicht enttäuscht. Heute ist die einzige Veränderung der Gang auf die Toilette, oder neue Lippen auf den eigenen.
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Der Plan ist nichts weiter zu verstehen, weil man nichts muss, und viel zu sehen, weil man kann, alles zu erleben, weil man dabei ist, und ein Feuerwerk zu fühlen, weil man danach etwas zu erzählen hat. Nichts zu bereuen, denn das ist etwas für die schwachen, gebrechlichen Seelen, die lächzend auf das kümmerliche Morgen warten, wackelnd und wippende Beine unter den Tischen, auf den Stühlen, den Sesseln und den Plätzen in der U-Bahn.
Trainiert im Smalltalk ebben die leeren Augen durch hohles Gelächter, große und kleine Brüste, in Neon, Lack, Leder oder simple Baumwolle verpackt, gut umwickelt damit sie sich nicht einsam fühlen, die vielen Hautpartien, hochstilisiert von Werbung und Industrie zu must-haves, verloren zwischen Quantitäten der Zwischenmenschlichen Wechsellust…nur um später wieder zu bereuen. Vielleicht gab es ein wenig Tiefe, in diesem Gebilde aus Herz und Seele, aber wer wird denn schon zu viel von sich preisgeben. In dem Wettrennen, das nur diejenigen zu gewinnen scheinen, die am wenigsten verschlossen scheinen, es aber am meisten sind, und die besten Tricks kennen, die aber nur sie selbst verstehen. Ein Halunke qua Definition.

Bis die triste und zähfließende Reue wieder durchrinnt, weil eine innere Dichtung marode geworden ist. Es scheiße geworden ist, dass der tiefste Rausch im Gestern liegen geblieben ist, da ihm die Puste und die Lust an deiner Person fehlt.

Und dir selbst eine Songzeile nicht aus dem Kopf zu gehen scheint Vergiss Romeo und Julia, wann gibt’s Abendbrot?, willst du wirklich tauschen, am Ende waren sie tot.

 

 

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