Daily rythm und die Bahn ruckelt unter deinem Körper, der regelmäßiges Training vermisst. Gelegentlich hast du das Gefühl, kriechend, dass dein Geist in einem riesigen Verschleißteilgemisch aus Fleisch und Blut so vor sich hin lebt. Der Geist darf auch nicht alles sollen was er will, c’est la vie, schlucks runter.
Somit wird die Fahrt dorthin, wo du eignentlich gar nicht unbedingt sein möchtest, zu einer täglichen Reise. Morgens ein bisschen zu früh, Abends ein wenig zu spät. Deine Augen in der zu unmuskulösen Hülle blinzeln aus Gewohnheit, der Spalt wird ein wenig enger.
Deine Gedanken spielen dir bereits kleinere Streiche. Wie es wäre wenn… eine Katastrophe. Ein Hurricane, zack das Leben anders. Ein Krieg, gegen irgendjemanden. Freiwillige die sich gegenseitig niederschießen scheint es irgendwie zur Genüge zu geben.
Dann alles wieder aufbauen. Erkannt werden. Wer du wirklich bist. Und so. Was du dich halt nicht so richtig getraut hast. Und wenn, dann haben das Timing und das Publikum nicht gestimmt.

So wacht man dann halt auf in dem Luxus in Kleinformat. Wobei dir auch nicht wirklich klar ist, was daran 200 qm mehr ändern würden. Mehr Raum für Ratlosigkeit. Ein brillanter Künstler würde dann mit Sicherheit seine viel zu kreativen Freunde einladen. Zusammen würden sie dann Warhol-Like richtig cleverkritische aber Mainstreamtaugliche Dingens machen. Halt so. Weil sie so sind.

Bei dir wäre der Platz… minimalistlisch.

Das Ruckeln hört auf. Die Türen der Bahn öffnen sich. Der Typ neben dir könnte gutes Mundwasser, eine ordentliche Rasur und eine Dusche vertragen denkst du dir als du aufstehst.
200 qm, so viel Platz…

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