Die Jagd hat begonnen. Und läuft schon ewig. Immer jemand, der scharf schießt, obwohl er nicht mal richtig zielen gelernt hat. Und nachher trifft es einen von uns. Zack. Eine madige, unverdiente Kugel in unserem über die Jahre etwas labbrig gewordenen Fleisch. Ein Gefühl wie ein widerlicher Stich, ein Gewabbel wie ein Stich in einen Wackelpudding. Der Effekt? Die einen zucken mit den Schultern, mal wieder ein Knall, ein Schuss. Die anderen, zugezogenen, erschrecken kurz, gucken und verstecken sind gleichzeitig, wie das immer aussieht. Unbeholfen hüpfen sie neugierig umher, ja nichts verpassen und bloß nicht erwischt werden oder selbst Teil des aktiven Geschehens werden, Gott bewahre, diese Atheisten.
Da steht man da, durchbohrt von einem verpeilten Angriff, weh tuts trotzdem. Ein wenig Blut hier und da, das wird wieder ein Prozedere, bis man diese olle, neue Wunde zum Schweigen gebracht hat, gestopft und die Narbe dann so weit verblasst, dass man sie nicht wieder jedem zweiten erklären muss.

Wer schwächelt, das ist eh schon lang klar, verliert. Wer zu wenig Puste hat, wird abgehängt. Unklar bleibt dann zwar, von was abgehängt und wo hin gehängt, ob stehend oder liegend, juckt dann all die nervösen Jagdkäfer nicht, die heftig flatternd der Zukunft hinterher hetzen.

Wenn sie könnten würden sie doppelte Lichtgeschwindigkeit rennen, dabei alles mitbekommen, geil geil geil.
Noch eben diese komplizierte Arbeit fertig, wisch und weg. Da vorne das nächste #lifegoal. Machen Videos von sich, sind aber nicht mal sonderlich bekannt, benehmen sich aber so, bekannt. Was auch immer das sein soll, oder wie auch immer ein solches Verhalten gehen soll. Albern anderen nach. Und dann sitzt man mit den vielen Jägern alleine in einem Raum.
Und irgendwann nur noch mit einem abgehetzten dieser. Man selbst ist sowieso schon vor längerer Zeit einer dieser stehen/liegengebliebenen und schaut sich das Rattenrennen von außen an, gerät dabei aber selbst in ein weiteres Rennen. Nur etwas lahmer. #ohneWertung #werdefinierthiereigentlichdieGeschwindigkeit.

Und es wird: langweilig. Wirklich wahr. Das überlichtgeschwindigkeitsding gegenüber…spielt mit einer Mattscheibe aus Licht. Trommelt mit ein paar Fingerspitzen drauf rum, gibt urwitzige Laute, die man eigentlich nur von Behinderten kennt, die es aber eben einfach nicht anders können, von sich, ohne dabei irgend etwas sinnvolles zu stummeln.

Da sitzen wir, zwei Deppen. Einer guckt wie der andere guckt und trommelt, mit gesenktem Haupt. Soviel also zur Jagt. Soviel also zur Übergeschwindigkeit. Soviel also zu diese Zukunft.

Ob man denn eigentlich schon fertig wäre, fragt das Zukunftswesen. Womit, die Gegenfrage. Mit dem Projekt. Nein, man säße noch daran. Wie lange denn noch. Bis es fertig würde. Ob man schon Pläne habe. Dieses Projekt. Aber noch andere, weitere. Dieses Projekt. Und dann? Dann wird dann sein, und das kommt mit absoluter Sicherheit.

 

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