Zu sagen nicht viel, zu fragen schon mehr, wie man sich nach all der Zeit dann sieht, aus den Augenwinkeln, halblustig mittanzend zu der heute eigentlich dann doch ganz guten Musik. Dämliche Vergangenheitsform, beschissener Vollrausch der einen nichts mehr kapieren lässt, aber dennoch emotional reagieren. Wenn anstelle von Gelerntem ein melancholischer Wust von eigentlich-sollte-das-längst-vorbei-sein und so-ein-Dreck-was-soll-das tritt. Dämlich, wirklich dann dämliche Blicke, die sich ver-treffen, wollten sie sich eingentlich nicht sehen, mochten sich davor ganz gerne, lernen aber kontinuierlich, hartnäckig zu vergessen, ent-fühlen.
Neues tritt Anstelle von Altem, Entrümpelung braucht Zeit, Löcher stopfen auch, zuhören immer mehr Kraft die nur zu gern in solch zugesoffene und nutzlose Nächte investiert wird, um dieses Gefühlsgezauder über die Reling zu kippen und sei es nur einen gottverluchten Abend. Den ganzen Eimer voll, der immer am überlaufen ist, scheiß egal, wie viel man davon entsorgt. Wer sich das ausgedacht hast, denkst du träge, gehört geohrfeigt.

Ausschlafen, nein, lieber doch nicht, fertig machen, anziehen, einen Tagesplan erstellen und dann brav die to-do’s durchgehen. Wir sind schließlich nur ein mal jung. Nur weiß eben keiner zu diesem Zeitpunkt, wie es ist, alt zu sein. Das würde einiges ändern und auf den Kopf stellen. Doch so herum ist es schon… besser. Schließlich müssen Fehler einfach gemacht werden. Mal wieder.

Advertisements