Stell dir vor, du könntest es festhalten. Und kurz noch mal heraus holen, es drücken, dir genau anschauen, hinsehen. Dich in dem Trouble entspannen, eine Vogelperspektive auf Knopfdruck.
Stell dir vor, das Chaos in deinem Bauch könnte einfach so zu schweigen gebracht werden. Genau wie die vielen Zweifel.
Wie du jetzt da sitzt, umhüllt von einer Decke aus Zufriedenheit und warmen Farben. Hier zu sein, nichts gesucht zu haben. Ein wenig Angst war auch dabei. Und Sorgen. Was wäre wenn. Haben sich überschlagen, noch bevor irgend etwas geschehen war. In deinem Bett, in der Stille, haben deine Gedanken getanzt und gelacht, geschiehen und gewarnt. Szenarien wie in einem Theater: überleg doch!

Und dann kommt alles ganz unaufgeregt. Federleicht. Du akzeptierst, einfach so. Die kritischen Stimmen verstehen die Sprache hier nicht. Sind verwirrt und fühlen sich vernachlässigt.

Stell dir vor, das könntest du, zurück im Hier und Jetzt, wieder auspacken. Und ein Stückchen davon absorbieren. Wenn dir wieder der Schweiß rinnt, das T-Shirt klebt, du glaubst zu wissen was andere von dir erwarten und händeringend mit Kloß im Hals genau das erfüllen möchtest.
Es auspacken und da haben.
Wie jetzt und hier. Wissen, dass vieles eben so ist. Und so vieles so viel anders. Und du nicht alles glauben darfst, was du denkst.

Stell dir vor wie es wäre, würde es auf dich aufpassen. Nicht zu viel, nur dann und wann ein kleines Bisschen, kurz bevor eine der vielen Denken über dir wieder Risse bekommt, zu bröseln beginnt und einzustürzen drohnt.
Es nähme dir ein wenig die Angst und stähle dir die Fähigkeit zu Grübeln. Dann wärst du einfach nur da, in so einem Chaos Moment- und würdest wie bei der Manege zuschauen. Wissend, dass wir alle nur Menschen sind, die es mal besser und tapferer, mal weniger gut hinbekommen.

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