Jeder ist sich bitte selbst der Nächste. Dann gehen sie vor die Tür, sich selbst fürchterlich nahe und treten sich dann gegenseitig auf die Füße und Schlipse.

Ganz gleich ob Ochse oder Kuh, Scheuklappen sind mehr In denn jeh. Die Augen fokussiert auf das, was nicht um sie herum passiert verlieren sie sich gänzlich in dem Wettrennen gegen sich selbst und gegen die Zeit. Und die muss viel mehr können, als nur relativ sein. Schreien soll sie, moderner als jemals zuvor sein, das Burnout auf den Yogakurs verschieben, die richtigen Hassen und gewusst wie.

Das ist die Zeit die niemals bereiter war und dennoch nichts hat, wofür es sich bereit zu sein hat.

Dann wieder in den Einkaufsparadiesen, drei Stunden guckenkaufen, aber an der Kasse in Hektik verfallen, los, auf, husch husch, die Waren, Güter und Dienstleistungen kennen nur ein verkauft-werden, ab dem verkauft-sein sind sie nutzlos und werfen keinen Profit mehr ab. Also packet ein ihr kleinen Esel, am Ende der Seidenstraße des Kassenbandes, hurtig, bevor die Waren des folgenden Kunden auf die euren geschleudert werden, gefolgt von strengen, vorwurfsvollen Blicken, aber keiner Geduld. Schnelligkeit ist die neue Krankheit, und irgendwie müssen wir doch schimpfen und auf unser Recht bestehen, und sei es nur in einem betrunkenen, übernächtigten Faustkampf, denn Kriege sind so weit weg, so lange her, in ARD, ZDF, SF1 und ORF, dass man sich die Rangeleien gönnen muss, die übrig bleiben. Ohne Gewinner, ohne Verlierer. Jeder kommt fortan irgendwie durch, kostet ja nur Leben, und was heulst du eigentlich so rum? Haben doch alle die gleichen Chancen, sprach der Porschefahrer zum Bistrobesitzer.

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